Sachsens Polizei mit Smart System noch schneller am Einsatzort
Die sächsische Polizei soll mit einem neuen Infotainment-System names Alea künftig noch schneller am Ort sein. Es komme darauf an, die kostbaren Minuten dazuzugewinnen, „um Leben zu retten, Menschen und Gesundheit zu schützen“, sagte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Montag bei der Präsentation des ersten digital interaktiven Funkstreifenwagens.
Mit dem neuen System sollen Einsatzaufträgte komplett digital übermittelt, visualisiert und bearbeitet werden. Es verknüpfe das Lagezentrum, den Digitalfunk und die Navigation, so Wöller. Das ISP navigiere den Funkstreifenwagen zum Einsatzort und stelle Funkverbindung mit dem Lagezentrum sowie den Einsatzkräften her. Per Touch soll Blaulicht oder Aufforderungen wie „Bitte Folgen“ aktiviert werden. Außerdem verfüge jeder interaktive Funkstreifenwagen den Angaben nach zudem über Smartphone und Notebook, über die direkt auf das Datennetz der Polizei zugegriffen werden kann und Abfragen zu Personen und Fahrzeugen sowie Dokumentenprüfungen auf ihre Echtheit vor Ort möglich sind.
Zusammen mit der bayrischen Polizei wurde das ISP entwickelt, so Wöller. In den Lagezentren der sächsischen Polizei gingen täglich rund 1160 Notrufe ein. Mehr Personal, moderne Technik und Ausrüstung allein reichten nicht, für wirksame und professionelle Polizeiarbeit müssten diese so zusammenwirken, damit Hilfe noch schneller und wirksamer ist.
Sachsens Polizei soll im nächsten Jahr 165 Fahrzeuge bekommen, die über Alea mit Lagezentrum, Digitalfunk und Navigation verbunden und optimal vernetzt sind. Die Kosten für das in drei Jahren entwickelte System liegen nach Ministeriumsangaben bei rund 4500 Euro pro Auto.
Quelle: Polizei Sachsen