Sachsens Ärztepräsident fordert mehr Organspenden
Am Samstag ist bundesweiter Tag der Organspende. Bei uns im Freistaat ist zwar die Zahl der Organspender wieder gestiegen; trotzdem fordert die Sächsische Landesärztekammer, dass die sogenannte Widerspruchslösung eingeführt wird. Wer also vorher nicht ausdrücklich widerspricht, wird nach seinem Tod zum Organspender.
Vergangenes Jahr haben im Freistaat 66 Menschen nach ihrem Tod Organe zur Verfügung gestellt - fünf mehr als 2022. Sachsens Ärztepräsident Erik Bodendieck betont, es brauche mehr Spender, um Menschen helfen zu können. Ende April haben über 370 Sachsen auf eine Transplantation gewartet.
Zwar würden 84 Prozent der Menschen hierzulande einer Organspende positiv gegenüberstehen; aber nur 44 Prozent hätten ihre Entscheidung auch schriftlich festgehalten. Darum brauche es die Widerspruchslösung, so Bodendiek. Auch die Einträge im neuen Organspende-Register seien nicht zufriedenstellend.