Sachsens Ärzte warnen vor Impf-Frust
Ab dem 7. Juni soll die Priorisierung bei Corona-Impfungen in Deutschland enden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt. In Sachsen soll schon ab nächsten Montag ( 24. Mai) in den Arztpraxen keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten. In sächsischen Impfzentren bleibt es vorläufig bei der Priorisierung. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen, Klaus Heckemann, warnt aber vor zu großen Erwartungen.
Noch gebe es nicht genügend Impfstoff, um die Nachfrage zu decken. Es wäre ratsam gewesen, mit der Freigabe noch bis Anfang Juni zu warten, meint Heckemann. Sonst sei die Frustration groß, weil man Erwartungen wecke.
Momentan sei der Impfstoff in so mancher sächsischer Praxis knapp, um etwa selbst die von der Sächsischen Impfkommission empfohlene Biontech-Zweitimpfung innerhalb von drei Wochen zu realisieren. Erst ab Juli, so die Prognose von Heckemann, werde die Nachfrage wohl abflachen und sich die Situation entspannen.