Sachsenpokal-Auslosung: Fans vermuten Betrug

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Ist bei der Sachsenpokal-Auslosung geschummelt worden? Fans vermuten das. Bei der offiziellen Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen zog Markus Röder vom Sponsor Wernesgrüner gestern als erstes die BSG Chemie Leipzig aus dem Lostopf. Danach mischte er die Kugeln, nahm eine in die Hand, hielt inne und ließ sie dann wieder fallen. Dann mischte er neu und zog den FSV Zwickau als Gegner.

War die Kugel, die Röder wieder untermischte, möglicherweise markiert? Wurde die Wahl dadurch verfälscht? Unter dem Video der Auslosung bei Facebook kommentierten wütende Fans und Zuschauer: "Das war doch Betrug. Beim Gegner von Chemie hat er schon eine andere Kugel in der Hand, legt sie wieder rein und zieht eine andere" oder "Mal schnell ne neue Kugel nehmen. Mann, oh mann. Das sind ja FIFA-Verhältnisse". Die Fans glauben an einen handfesten Los-Skandal.

Der Sächsische Fußball-Verband bestätigte auf Anfrage, dass es zu der Auslosung Fragen und Anschuldigungen gab, und erklärte: "Die Manipulationsvermutungen weisen wir aber entschieden zurück. Durch die Anwesenheit vom MDR und der medialen Aufmerksamkeit steigt natürlich die Nervosität bei allen Beteiligten. Bei genauerer Betrachtung der Szene wird deutlich, dass unsere „Losfee“ Markus Röder alles richtig machen wollte und die Kugel instinktiv wieder zurückgelegt hat, als er bemerkte, dass die Kamera noch nicht beim Lostopf war.

Im Anschluss machte Herr Röder aber wieder alles richtig. Er richtete den Blick weg von der Lostrommel, mischte durch und zog eine Kugel. Aus diesem Grund ist auch unser Vizepräsident für Recht und Satzungsfragen, Jörg Gernhardt, zu dem Schluss gekommen, dass eine neue Auslosung nicht notwendig ist. Die Situation war also durchaus unglücklich, rechtlich aber absolut unbedenklich."

Das Video zum Nachschauen

Die entscheidende Szene beginnt bei 3:20 min.