Sachsen will Maskenpflicht an Schulen lockern

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Sachsen will die Maskenpflicht im Unterricht nach den Herbstferien abschaffen. Das hat Kultusminister Christian Piwarz vorgeschlagen. Die Regel soll in der neuen Corona-Verordnung verankert werden, sagte uns ein Ministeriumssprecher. Am 19. Oktober will die Landesregierung darüber beraten. Bei einer Inzidenz ab 35 soll aber im Schulgebäude weiterhin eine Maske getragen werden. Nur im Unterricht soll das dann nicht mehr nötig sein.

Nach den derzeit gültigen Regeln gilt die Maskenpflicht im Unterricht für Schüler ab der 5. Klasse bei einer Inzidenz ab 35. Ausgenommen sind Grund- und Förderschüler. Die derzeitige Corona-Verordnung gilt bis 20. Oktober.

Die Maskenpflicht im Unterricht ist heftig umstritten. Der Lehrerverband und die Gewerkschaft GEW wollen sie beibehalten. Viele Eltern wollen sie dagegen lieber heute als morgen abschaffen, weil sie um das Wohl ihrer Kinder fürchten. Als Begründung führen sie unter anderem Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen an. Bei den regelmäßigen Test in der Schule sei eine Maske zudem nicht notwendig, so Elternvertreter. Andere Bundesländer hatten auch schon Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen angekündigt. So soll zum Beispiel in Bayern die Maskenpflicht ab nächster Woche im Unterricht wegfallen. 

"Wir müssen die Abschaffung der Maskenpflicht ernsthaft diskutieren. Kaum eine Bevölkerungsgruppe muss am Tag so lange Maske tragen wie die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. Wir dürfen von Kindern und Jugendlichen nicht mehr abverlangen als von Erwachsenen", erklärte Piwarz. An der Testpflicht werde man aber festhalten. Nach den Herbstferien soll in der ersten Woche wieder drei Mal wöchentlich getestet werden.