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Landtagswahl in Sachsen: CDU gewinnt!

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In Sachsen wurde gewählt! Rund 3,3 Millionen Menschen konnten am Sonntag Stimme abgeben und damit den Landtag für die kommenden fünf Jahre wählen. Alle Stimmen sind ausgezählt, das vorläufige Ergebnis steht fest.

Die CDU hat mit einem hauchdünnen Vorsprung die Landtagswahl in Sachsen für sich entschieden. Die Christdemokraten kamen nach dem vorläufigen Endergebnis auf 31,9 Prozent der Stimmen, knapp dahinter landete die AfD mit 30,6 Prozent auf Rang zwei.

Das neue Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt aus dem Stand mit fast 12 Prozent auf den dritten Platz, gefolgt von der SPD (7,3). Die Grünen schaffen es mit 5,1 Prozent geradeso in den Landtag. Die Linke rutschte auf 4,5 Prozent ab, schaffte jedoch den Wiedereinzug in den Landtag durch den Gewinn von zwei Direktmandaten.

Die Wahlbeteiligung lag mit 74,4 Prozent so hoch wie noch nie bei einer Landtagswahl in dem Bundesland.

Schwierige Regierungsbildung

Die Regierungsbildung könnte schwierig werden. Denn mit der AfD will keine der übrigen Parteien zusammenarbeiten. Und für eine Neuauflage von Kretschmers derzeitigen Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD reicht es nach den vorläufigen Endergebnissen nicht.

Rechnerisch möglich wäre eine Unterstützung der CDU durch das BSW und die SPD. Aber: BSW-Chefin Wagenknecht war einst SED-Mitglied und galt später als Ikone der kommunistischen Plattform in der Linken - was etlichen CDU-Politikern Bauchschmerzen macht. Eine Koalition wäre dennoch möglich, denn nach einem Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU darf die Partei weder mit der AfD noch mit der Linken koalieren - zum BSW, das sich von der Linken abgespalten hat, gibt es aber keine Festlegung.

Die Grünen hatten CDU und SPD vor der Wahl vorgeworfen, sich auf eine gemeinsame Minderheitsregierung vorzubereiten. CDU und SPD haben in Sachsen schon drei Mal koaliert.

Alle Infos rund zur Wahl, zu Direktmandaten und Interviews mit den Spitzenpolitikern in unserem Wahl-Ticker:

00.27 Uhr: Stimmen sind ausgezählt! CDU gewinnt Landtagswahl

Die CDU hat mit einem hauchdünnen Vorsprung die Landtagswahl in Sachsen für sich entschieden. Die Christdemokraten kamen nach dem vorläufigen Endergebnis auf 31,9 Prozent der Stimmen, knapp dahinter landete die AfD mit 30,6 Prozent auf Rang zwei.

Das neue Bündnis Sahra Wagenknecht kommt aus dem Stand mit fast 12 Prozent auf den dritten Platz, gefolgt von der SPD (7,3). Die Grünen schaffen es mit 5,1 Prozent geradeso in den Landtag. Die Linke rutschte auf 4,5 Prozent ab, schaffte jedoch den Wiedereinzug in den Landtag durch den Gewinn von zwei Direktmandaten.

00.21 Uhr: Grimmaer-OB Berger gewinnt Direktmandat für Freie Wähler

Der Grimmaer Oberbürgermeister Matthias Berger hat als Spitzenkandidat der Freien Wähler ein Direktmandat für den Sächsischen Landtag gewonnen. Der 56-Jährige setzte sich im Wahlkreis Leipzig Land 3 mit 36,6 Prozent der Stimmen durch.

Er ließ unter anderem den AfD-Bewerber Jörg Dornau (30,7 Prozent) hinter sich. Berger ist seit 2008 Oberbürgermeister von Grimma.

00.05 Uhr: Grünen können sich nicht durchsetzen

Alle drei Grünen-Spitzenkandidaten haben in ihren Wahlkreisen die Direktmandate deutlich verpasst. Umweltminister Wolfram Günther holte für seine Partei im Wahlkreis Mittelsachsen 3 nur 2,3 Prozent der Erststimmen. Er lag damit weit hinter dem CDU-Kandidaten Thomas Schmidt, der mit 40,2 Prozent gewann, und dem AfD-Bewerber Holger Zielinski (38,2 Prozent). 

Justizministerin Katja Meier blieb im Wahlkreis Meißen 4 ebenfalls chancenlos. Sie erreichte 4,1 Prozent. Sie lag damit deutlich hinter dem CDU-Kandidaten Sven Eppinger (35 Prozent) und dem AfD-Bewerber René Hein (32,3 Prozent). 

Im Wahlkreis Görlitz 2 stimmen 3,4 Prozent für die Grünen-Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert. Dort setzte sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU, 47,2 Prozent) gegen den Direktkandidaten der AfD, Sebastian Wippel (39,4 Prozent), durch.

23.57 Uhr: Keine Chance für Linken-Chefin Schaper

Die Linken-Landeschefin Susanne Schaper hat ein Direktmandat für den sächsischen Landtag klar verpasst. Die Co-Spitzenkandidatin holte für die Linken in ihrem Chemnitzer Wahlkreis 12,7 Prozent der Erststimmen.

Damit lag sie hinter CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (36,7) und AfD-Bewerber Volker Dringenberg (33,8).

23.53 Uhr: CDU-Innenminister Schuster verpasst Direktmandat

Sachsens Innenminister Armin Schuster hat bei der Landtagswahl ein Direktmandat für die CDU verpasst. Der 63-Jährige unterlag im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 4 mit 33,4 Prozent deutlich dem AfD-Kandidaten Martin Braukmann, der 45,4 Prozent erreichte.

Die Region gilt als Hochburg der AfD, die dort auch bei den Zweitstimmen klar mit 41,6 Prozent vor der CDU (30,8 Prozent) lag.

23.49 Uhr: Sachsens Regionalentwicklungsminister verteidigt Mandat

Der sächsische Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) hat erneut das Direktmandat für den sächsischen Landtag gewonnen. Im Wahlkreis Mittelsachsen 3 erhielt er 40,2 Prozent der Stimmen und lag damit zwei Prozentpunkte über dem AfD-Kandidaten Holger Zielinski.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das landesweit nach aktuellen Hochrechnungen drittstärkste Kraft geworden ist, hatte in dem Wahlkreis keinen Kandidaten aufgestellt.

23.35 Uhr: Stimmen in Thüringen ausgezählt - AfD klarer Sieger

In Thüringen hat die AfD erstmals bei einer Landtagswahl in Deutschland die meisten Stimmen bekommen. Die Partei von Spitzenkandidat Björn Höcke erzielte nach Auszählung aller Wahlbezirke mit einem deutlichen Plus 32,8 Prozent, wie die Landeswahlleitung auf ihrer Webseite bekanntgab. Sie landete damit deutlich vor der CDU, die 23,6 Prozent erhielt.

Auf den dritten Rang kam das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das 15,8 Prozent erreichte und damit die Linke (13,1 Prozent) auf den vierten Rang verwies. Die SPD schaffte mit 6,1 Prozent ebenso den Einzug in den Landtag, nicht aber die Grünen, die nur 3,2 Prozent erreichten. Die Wahlbeteiligung lag mit 73,6 Prozent deutlich höher als zuletzt.

23.03 Uhr: Schwierige Lage in Thüringen

Kleiner Blick ins Nachbar-Bundesland: Auch dort wurde am heutigen Sonntag gewählt, mit einem wohl klaren Sieg für die AfD (knapp 33 Prozent). Die CDU kommt den Hochrechnungen zufolge auf etwa 24 Prozent und damit auf Platz 2.

Die bisherige rot-rot-grüne Minderheitskoalition unter Regierungschef Ramelow (Linke), die seit 2019 auf eine Zusammenarbeit mit der CDU angewiesen war, hat keine realistische Möglichkeit weiterzuregieren. Die AfD bleibt bei der neuen Regierung außen vor, denn die übrigen Parteien schließen eine Koalition aus.

Trotzdem sieht Thüringens AfD-Chef Björn Höcke den Regierungsauftrag bei seiner Partei. Er wolle mit den anderen Parteien über Koalitionen ins Gespräch kommen, sagte der 52-Jährige, der wegen der Nutzung einer Nazi-Parole vor einigen Wochen in erster Instanz zweimal zu Geldstrafen verurteilt wurde. Höcke verpasste ein Direktmandat in seinem Wahlkreis in Ostthüringen. Er hat jetzt noch die Chance, als Spitzenkandidat über die Landesliste ins Parlament zu kommen.

Die wahrscheinlichste Option für eine Koalition wäre ein nie dagewesenes Bündnis aus CDU, BSW und SPD. Dieser Konstellation fehlt allerdings den Hochrechnungen (Stand 22.15 Uhr) zufolge ein Sitz für die Mehrheit im Landtag. Ein solches Bündnis wäre damit auch auf die Linke angewiesen.

22.59 Uhr: Darum ist die Kenia-Koalition wohl nicht möglich

Die Linken haben bei der Landtagswahl zwei Direktmandate in Leipzig gewonnen. Damit schafft es die Partei aufgrund einer Besonderheit des sächsischen Wahlrechts doch ins Parlament, obwohl sie Hochrechnungen zufolge die Fünf-Prozent-Hürde nicht überwunden hat. Der Einzug der Linken in den Landtag hat laut Hochrechnungen zur Folge, dass die bisher regierende Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD keine Mehrheit mehr hat.

Die Sitzverhältnisse im Landtag würden sich so ändern, dass CDU, Grüne und SPD (bisherige Kenia-Koalition) zusammen auf 58 oder 59 Sitze kommen würden. Für eine Mehrheit werden aber mindestens 60 Sitze benötigt. Der sächsische Landtag besteht regulär aus 120 Sitzen. 

22.50 Uhr: Demo-Proteste in Dresden und Leipzig

Die Ergebnisse der Landtagswahlen sorgen auch für Proteste. In der Dresdner Neustadt zogen Teilnehmer einer linken Demonstration durch die Straßen und zündeten dabei Pyrotechnik. Sie protestierten gegen die Zuwächse rechter Parteien bei den Landtagswahlen in Sachsen. Mehr Informationen gibt es in unserem Artikel "Landtagswahl: Proteste mit Pyrotechnik in der Neustadt".

Auch in Leipzig gab es Demonstrationen.

22.39 Uhr: Aktuelle Hochrechnung

Immer mehr Wahlbezirke werden ausgezählt. Die Hochrechnungen werden sicherer und sicherer. Die CDU scheint mit 31,8 Prozent zu gewinnen. Sie trennt exakt ein Punkt von der AfD (30,8) Prozent.

Klarer Sieger ist das BSW. Die noch sehr junge Partei erreichte 11,9 Prozent.

Die Grünen müssen mit 5,1 Prozent weiterhin um den Einzug in den Landtag bibbern. Die Linke wäre mit 4,3 Prozent eigentlich raus, aber sie könnten durch zwei Direktmandate doch noch einziehen.

Die SPD schaffte 7,3 Prozent.

22.20 Uhr: AfD könnte Sperrminorität erreichen - was heißt das?

Die AfD kann wegen ihrer hohen Ergebnisse bei den Wahlen in Sachsen und Thüringen künftig in einem oder womöglich sogar in beiden Landtagen wichtige Entscheidungen und Wahlen blockieren.

Die Partei wird Hochrechnungen zufolge mit mehr als einem Drittel der Sitze im Landtag von Thüringen über eine sogenannte Sperrminorität verfügen. In Sachsen könnte es hingegen knapp werden: Dort müsste die Partei von insgesamt 120 Parlamentssitzen mehr als 40 besetzen.

Verfügt die AfD über eine Sperrminorität, könnten bestimmte Landesgesetze, die mit einer Zweidrittelmehrheit aller Abgeordneter entschieden werden müssen, nicht ohne die Rechtsaußen-Parlamentarier zustande kommen.

22.04 Uhr: Reaktion der Ampel aus Berlin zu Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen

Für die Ampel-Koalition in Berlin sind die Zahlen ein Desaster: Für die SPD wäre das Ergebnis in Thüringen das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik. Die FDP ist in keinem der beiden Landtage vertreten. Die Grünen erleiden in beiden Ländern deutliche Verluste.

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert kündigte eine stärkere Profilierung der Sozialdemokraten an. Es gehe darum, "sich stärker zu emanzipieren". Man wolle sich "nicht mehr auf der Nase herumtanzen lassen von anderen, die krachend aus den Landtagen jetzt rausgewählt worden sind", sagte er mit Blick auf Auseinandersetzungen mit FDP und Grünen in der Ampel-Koalition im Bund.

Aus Sicht von Grünen-Chef Omid Nouripour ist der Streit mit ein Grund für das schlechte Abschneiden der Ampel-Parteien. Man müsse sich „an die eigene Nase fassen“.

FDP-Chef Christian Lindner schrieb auf der Plattform X: "Die Ergebnisse in Sachsen und Thüringen schmerzen. Aber niemand soll sich täuschen, denn wir geben unseren Kampf für liberale Werte nicht auf."

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki forderte Konsequenzen für die Koalition im Bund. "Das Wahlergebnis zeigt: Die Ampel hat ihre Legitimation verloren",

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann wertete die Wahlen als Erfolg für seine Partei. Er sehe "eine echte verbliebene Volkspartei", sagte er. "Wir sind das Bollwerk."

21.55 Uhr: Kenia-Koalition wohl nicht möglich

Alles offen bei der möglichen Regierungsbildung in Sachsen. Die sogenannte Kenia-Koalition (CDU, SPD und Grüne) wie bislang ist wohl nicht möglich - es würde nicht für eine Mehrheit reichen, laut aktuellsten Hochrechnungen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD hatten die Parteien ausgeschlossen. Rein rechnerisch könnte die CDU mit SPD und BSW eine Koalition bilden.

21.43 Uhr: Aktuelle Hochrechnung

Die CDU liegt bei der Landtagswahl in Sachsen in den Hochrechnungen sowohl der ARD als auch des ZDF jetzt klar vor der AfD. Infratest Dimap (ARD) und die Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) sehen die Partei von Ministerpräsident Michael Kretschmer übereinstimmend rund einen Prozentpunkt vorn. Die CDU kommt demnach auf 31,5 bis 31,8 Prozent - die AfD auf 30,4 bis 30,8 Prozent.

Zunächst hatte die Forschungsgruppe Wahlen am Abend in ihrer Hochrechnung länger ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und AfD gesehen, die AfD holte bei knappem CDU-Vorsprung immer weiter auf. In der ARD-Hochrechnung dagegen lag die CDU durchgehend klar vorn.

Auf dem dritten Platz landet bei beiden Instituten das neue Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), erst mit Abstand folgt die SPD. Die Grünen müssen um den Einzug in den Landtag bangen, die Linke scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde und könnte aus dem Parlament fliegen.

21.40 Uhr: AfD-Kandidat Urban gewinnt voraussichtlich Direktmandat

Der sächsische AfD-Spitzenkandidat Jörg Urban wird voraussichtlich per Direktmandat in den künftigen sächsischen Landtag einziehen. Nach Auszählung der Stimmen in fünf von sieben Gemeinden kommt der AfD-Mann auf rund 47 Prozent in seinem Wahlkreis Bautzen 5.

CDU-Kandidat Marko Schiemann kommt in dem Wahlkreis bisher auf lediglich knapp 28,5 Prozent der Stimmen. 

21.30 Uhr: Grünen gewinnen wohl in Leipzig und Dresden Direktmandate

Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Sachsen sehr wahrscheinlich zwei Direktmandate gewonnen. Im Wahlkreis Leipzig 6 kam Claudia Maicher nach der Auszählung eines Großteils der Stimmen auf gut 29 Prozent der Erststimmen. Sie lag damit unter anderem vor Marco Böhme (Linke/ knapp 23 Prozent) und CDU-Kandidat Marcus Mündlein (rund 17 Prozent). 

In Dresden lag Thomas Löser im Wahlkreis 2 nach Auszählung fast aller Stimmen bei mehr als 36 Prozent. Er ließ unter anderem Barbara Oehlke mit rund 20 Prozent und AfD-Sprecher Andreas Harlaß (13 Prozent) hinter sich.

21.25 Uhr: Linken schaffen es wohl doch in den Landtag

Die Linken scheitern wahrscheinlich an der Fünf-Prozent-Hürde. Dank zweier Direktmandate in Leipzig könnten sie es aber doch noch in den Landtag schaffen.

Juliane Nagel gewinnt höchstwahrscheinlich zum dritten Mal in Folge ein Direktmandat für die Linken. Die 45-Jährige lag in ihrem Wahlkreis Leipzig 4 im Leipziger Süden nach der Auszählung fast aller Stimmen bei rund 35 Prozent der Stimmen. 

Noch etwas höhere Zustimmungswerte erreichte Nam Duy Nguyen im Wahlkreis Leipzig 1. Der 28-Jährige erreichte nach Auszählung eines Großteils der Stimmen 38,1 Prozent der Stimmen. 

Durch diese sogenannten Grundmandate würde nach dem sächsischen Wahlrecht die Fünf-Prozent-Hürde, die eigentlich für den Einzug in den Landtag benötigt wird, außer Kraft gesetzt.

21.20 Uhr: Kretschmer holt Direktmandat in Görlitz

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat das Direktmandat in seinem Görlitzer Wahlkreis geholt. Der CDU-Politiker zog mit 47,2  Prozent an seinem AfD-Konkurrenten Sebastian Wippel vorbei. Wippel kommt auf 39,4 Prozent.

21.09 Uhr: Wirtschaftsminister Dulig: „BSW ist schwieriges Feld“

"Es ist wirklich ein Wahlabend, wo auch eine SPD den Mundwinkel nach oben ziehen kann - im Wissen, dass es natürlich für eine Volkspartei nicht gut ist, von 7 Prozent bzw. 8 Prozent zu sprechen", so Wirtschaftsminister Martin Dulig zu André Hardt. Man dürfe aber nicht vergessen, dass die SPD zuvor abgeschrieben worden war. 

Mit Blick auf das BSW sagte Dulig: "Der Ball liegt jetzt beim MP, eine stabile Mehrheit zu organisieren. Und das ist nicht einfach - die BSW ist für alle eine Black Box". Er habe seine Zweifel.

21 Uhr: Jörg Urban im Interview

"Ich bin sehr froh, dass wir zugelegt haben", sagte uns AfD-Chef Jörg Urban. "Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, dass uns der Abend bei der Auszählung nicht doch noch nach vorne schiebt".

Es werde keine große Veränderung geben, befürchtet Urban. Kretschmer sei bislang nicht gesprächsbereit, "obwohl die große Mehrheit der Sachsen konservativ wollen". Man werde aber wahrscheinlich eine Sperrminorität haben, und so Neuverschuldungen verhindern wollen.

20.55 Uhr: MP Kretschmer im Interview

Nach den aktuellsten Hochrechnungen hat die CDU die Landtagswahl gewonnen. Im Interview mit André Hardt sagte MP Kretschmer: "Ich bin sehr dankbar". Das Ergebnis werde sich natürlich noch verändern. Es sei auch nicht einfach, wie sich nun die Regierung bilden werde. "Jetzt sollten wir erstmal durchatmen", sagte uns der CDU-Politiker.

20.48 Uhr: AfD-Generalsekretär sieht Ausgang noch völlig offen

"Es wird eine knappe Geschichte", sagte uns Jan-Oliver Zwerg, der Generalsekretär der AfD-Sachsen. Es sei absehbar gewesen, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird. 

Laut aktuellster Hochrechnung liegt die CDU bei 31,8 Prozent, die AfD bei 30,8 Prozent. "Politik ist ein Ausdauersport, kein Sprint". Noch sei alles völlig offen, so Zwerg.

20.40 Uhr: BSW hält Zusammenarbeit mit CDU für möglich

Aus dem Stand schaffte das Bündnis Sarah Wagenknecht 12 Prozent bei der sächsischen Landtagswahl. Die Partei ist dabei erst acht Monate alt.

Im Interview mit Moderator André Hardt sagte BSW-Spitzenkandidatin Sabine Zimmermann: "Wir freuen uns, dass wir zweistellig sind und das Europawahlergebnis so bestätigt haben."

Eine mögliche Koalition mit der CDU schließt sie nicht aus. "Wenn Herr Kretschmer was ändern möchte, muss er das Gespräch mit uns suchen." Man stehe aber nicht als "Mehrheitsbeschaffer" zur Verfügung, so Zimmermann weiter. 

20.30 Uhr: Analyse: Sachsen-CDU punktet mit Kretschmer

Die CDU in Sachsen hat nach einer Wahlforscher-Analyse den Landtagswahl-Erfolg ihrem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und der ihr zugeschrieben Sachkompetenz zu verdanken. Das CDU-Wahlergebnis basiere "auf einem Mix aus starkem Spitzenkandidaten, Sachkompetenz und dem Wunsch nach CDU-Regierungsführung", schreibt die Forschungsgruppe Wahlen. AfD und BSW seien „ohne viel eigenes Zutun“ erfolgreich gewesen. 

Nach Darstellung der Wahlforscher bescheinigen 72 Prozent der Sachsen dem Ministerpräsidenten eine gute Arbeit. "Letztlich wollen 65 Prozent Kretschmer als Regierungschef, nur 23 Prozent sind hier für Urban."

20.20 Uhr: Aktuellste Hochrechnung

Das sind die aktuellsten Zahlen für die Hochrechnung um 20 Uhr: Die CDU kommt auf 31,8 Prozent, die AfD auf 30,7 Prozent.

Drittstärkste Kraft wäre das BSW mit 12 Prozent. Die SPD liegt bei 7,6 Prozent, Grüne bei 5,2 Prozent. Linke würden mit 4,1 Prozent gar nicht erst im Landtag vertreten sein, ebenso wie die FDP (1 Prozent).

20.13 Uhr: Grünen-Vorsitzende: Nicht das Ergebnis, „das Sachsen verdient“

Die sächsische Grünen-Landesvorsitzende Christin Furtenbacher hat sich enttäuscht vom Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl gezeigt. "Dieses Wahlergebnis ist nicht das, – das muss man sehr klar sagen – was die Menschen in Sachsen verdienen", sagte sie nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungenen bei der Wahlparty ihrer Partei in Dresden. 

Es sei auch nicht das Ergebnis, für das die Grünen in den vergangenen Monaten gekämpft hätten. "Wir haben einen super starken Wahlkampf hingelegt mit unseren über 4.000 Mitgliedern überall im Land", sagte Furtenbacher. Dem Spitzenkandidatentrio Katja Meier, Wolfram Günther und Franziska Schubert versprach sie, sie könnten die Partei weiter hinter sich wissen.

Umweltminister Wolfram Günther zeigt sich im Interview mit André Hardt im Landtag zwiegespalten. "Das ist nicht das Ergebnis, von dem wir gehofft haben", so Günther. "Wir haben einen Gestaltungswillen für dieses Land." 

19.55 Uhr: So ist die Lage in Thüringen

In Thüringen steigert sich den Hochrechnungen zufolge die AfD auf 31,2 bis 33,1 Prozent (2019: 23,4 Prozent), die CDU landet bei 24,3 bis 24,5 Prozent (21,7). Aus dem Stand schafft das BSW 15,0 bis 15,7 Prozent - und lässt damit die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow weit hinter sich, die dramatisch auf 11,7 bis 12,4 abstürzt (31,0).

Starke Verluste verbuchen die Parteien der Berliner Ampel-Regierung: Die SPD liegt mit 6,6 bis 6,8 Prozent noch unter ihrem bislang schlechtesten Ergebnis in Thüringen von 2019 (8,2). Die Grünen scheiden mit 3,8 bis 4,0 (5,2) aus dem Parlament aus, ebenso die FDP, für die keine eigenen Ergebnisse ausgewiesen wurden.

19.50 Uhr: So reagieren Vertreter der AfD, Grüne und FDP

Die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang hat den Wahlerfolg der AfD in Thüringen als "historische Zäsur" bezeichnet. "Wenn es die AfD geschafft hat, in einem Land, Thüringen, – und hier hoffe ich, dass es nicht dazu kommt – stärkste Kraft zu werden, dann ist das eine historische Zäsur für unser Land", sagte sie nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen sichtlich aufgewühlt bei der Wahlparty ihrer Partei in Dresden.

FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai sieht im schlechten Abschneiden seiner Partei bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen keinen Grund zur Resignation. "So bitter auch der Abend ist, es gibt keinen Grund hier depressiv oder wütend zu sein, sondern das Gegenteil ist der Fall", sagte der FDP-Politiker bei einer Stellungnahme in der Berliner Parteizentrale. "Der heutige Abend ist für mich natürlich ein Rückschlag, aber gleichzeitig ein vorübergehender Rückschlag und Ansporn zugleich."

AfD-Mann Maximilian Krah zeigte sich auf seiner Wahlparty optimistisch. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagte er im Interview. "Wir haben weiter dzaugewonnen. Wir sind die tonangebende Partei."

19.40 Uhr: Aktuelle Hochrechnung

Es wird knapp. Die CDU liegt laut aktuellster Hochrechnung (ARD/Infratest Dimap) weiterhin auf Platz 1 mit 31,7 Prozent. Die AfD kommt auf 30,6 Prozent. Drittstärkste Kraft wäre das BSW mit 12 Prozent.

Die SPD liegt bei 7,8 Prozent, Grüne bei 5,2 Prozent. Linke würden mit 4 Prozent gar nicht erst im Landtag vertreten sein, ebenso wie die FDP (1 Prozent).

19.30 Uhr: Kretschmer schließt Zusammenarbeit mit der AfD weiter aus

Sachsens Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Michael Kretschmer hat auch nach der Landtagswahl eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen.

"Wir haben vor der Wahl gesagt, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen ist. Das ist nicht meine Schuld, sondern es ist die Parteiideologie und die Bösartigkeit, die wir auch in diesem Wahlkampf noch einmal mehr erlebt haben", sagte Kretschmer im ZDF.

19.15 Uhr: BSW-Gründerin Wagenknecht bekräftigt Bedingungen für mögliche Koalition

Nach den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht ihre Bedingungen für einen Einstieg ihrer Partei in eine Landesregierung bekräftigt. Viele Menschen bewege das Thema Frieden zutiefst und sie lehnten es ab, US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, sagte Wagenknecht bei einer Wahlparty in Erfurt. Eine Landesregierung müsse diesen Wunsch der Menschen berücksichtigen und sich auf Bundesebene dafür einsetzen. 

Wagenknecht sprach angesichts des Ergebnisses des BSW bei der Thüringer Landtagswahl von einem grandiosen Erfolg. Ihre Partei landete aus dem Stand auf dem dritten Platz hinter AfD und CDU. Der Thüringer BSW-Landesverband hatte sich erst im März gegründet. 

19.13 Uhr: SPD-Chefin Köpping erleichtert

Die sächsische SPD-Spitzenkandidatin Petra Köpping äußert sich erleichtert über das Abschneiden der Sozialdemokraten. "Ich bin natürlich auch genauso froh wie ihr, dass wir diesen wirklich harten Wahlkampf, den wir in den letzten Monaten, ich würde fast sagen Jahren, geführt haben - weil wir das nicht am 1. Januar begonnen haben, sondern über fünf Jahre durchgeführt haben - dass wir doch so abgeschnitten haben bei allen Prognosen", sagte sie auf der Wahlparty ihrer Partei. 

Köpping verwies auf Umfragen im Januar, bei denen die SPD noch bei um die drei Prozent gelegen habe. "Deswegen hat es auch nicht geheißen, wir geben auf, sondern wir haben gesagt, wir fassen an und wir machen das gemeinsam und zwar mit euch allen und das hat funktioniert." Die SPD erreicht laut Hochrechnungen in Sachsen etwas mehr als 6 Prozent. 

19.07 Uhr: Aktuellste Hochrechnung

Im Laufe des Abends werden die Hochrechnungen fortlaufend aktualisiert. Laut ARD kommt die CDU auf 31,6 Prozent, die AfD auf 30,4 Prozent. Drittstärkste Kraft ist das BSW mit 12 Prozent.

Die SPD liegt bei 8,2 Prozent, Grüne bei 5,3 Prozent. Linke würden mit 4 Prozent gar nicht erst im Landtag vertreten sein, ebenso wie die FDP (1 Prozent).

19.00 Uhr: SPD zuversichtlich

Die Co-Vorsitzende der sächsischen SPD, Kathrin Michel, ist nach den ersten Wahlhochrechnungen optimistisch, dass ihrer Partei der Einzug in den Landtag gelingt. "Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass wir einen erfolgreichen Wahlkampf geführt haben", sagte Michel auf der Wahlparty in Dresden.

Sie sei erleichtert, dass den Hochrechnungen zufolge eine demokratische Mehrheit im Landtag realistisch erscheine. Zu möglichen Regierungskonstellationen wollte sie sich nicht äußern. Derweil zeigte sich auch SPD-Abgeordneter Matthias Ecke über das Ergebnis erleichtert. "Meine SPD Sachsen steht stabil oder leicht über dem Ergebnis von 2019", schrieb er auf der Plattform "X". (vormals Twitter)

18.56 Uhr: AfD-Urban hofft auf „Blaues Wunder“

Die AfD hofft darauf, die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen am Ende doch noch zu überholen. Parteichef Jörg Urban sagte, er hoffe auf ein "blaues Wunder". Zugleich hoffte Urban, dass die Grünen den Wiedereinzug in den Landtag noch verpassen würden. 

AfD-Bundesvorsitzender Tino Chrupalla hatte als Ziel der Wahl stets 35 Prozent plus X ausgegeben. Diese Marke verfehlte die AfD deutlich. Dennoch sprach Chrupalla von einem "sehr guten Ergebnis" in Sachsen und einem "sensationellen Ergebnis" in Thüringen. "Eines ist ganz klar: Der Wählerwille ist, dass es hier einen Politikwechsel geben soll - in Sachsen wie in Thüringen." Die AfD sei bereit, mit allen Parteien zu reden. Es gelte, den Wählerwillen zu akzeptieren, in Thüringen gebe es einen klaren Regierungsauftrag. 

18.41 Uhr: Kretschmer feiert

Für Ministerpräsident Michael Kretschmer gibt es direkt nach der ersten Hochrechnung Grund zu feiern. Auf der Bühne im sächsischen Landtag wurde er laut beklatscht.

"Wir wissen alle, wie enttäuscht die Menschen sind von dem, was in Berlin passiert. Aber die Leute haben uns hier in Sachsen vertraut. Sie haben keine Protestwahl gemacht. Sie haben uns solch einen Rückenwind gegeben!", bedankte sich der CDU-Spitzenkandidat.

18.33 Uhr: BSW feiert Wahlerfolg

Die sächsische BSW-Spitzenkandidatin Sabine Zimmermann hat sich mehr als zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Partei bei der Landtagswahl gezeigt. "Das ist Geschichte, was wir hier schreiben", sagte sie vor jubelnden Anhängern.

Die sächsische Spitzenkandidatin der jungen Partei bedankte sich gemeinsam mit dem BSW-Landesvorsitzenden Jörg Scheibe bei den Wählern und Wahlkampfhelfern. "Mit uns wird es nun einen Neustart geben. Wir werden nicht die Mehrheitsbeschaffer", sagte Zimmermann mit Blick auf mögliche Koalitionsgespräche. 

18.05 Uhr: Erste Prognosen - CDU knapp vor AfD

Die ersten Prognosen für die sächsische Landtagswahl sind da! Laut ARD, die sich auf das Umfrageinstitut Infratest dimap stützt, kommt die CDU auf 31,5 Prozent und liegt damit knapp vor der AfD mit 30 Prozent.

Die Linke erhält 4 Prozent und wäre somit nicht im Landtag vertreten. Die Grüne schafft 5,5 Prozent. Das BSW erhält aus dem Stand 12 Prozent. Die SPD liegt bei 8,5 Prozent.

Die FDP erhält lediglich laut den Prognosen 1 Prozent und scheidet aus dem Landtag aus.

Für Sachsen heißt das: Es reicht zur Fortsetzung der Koalition aus CDU, SPD und Grünen.

18.05 Uhr: AfD bei Thüringen-Wahl klar stärkste Kraft

Die AfD ist bei der Landtagswahl in Thüringen nach Prognosen von ARD und ZDF erstmals stärkste Kraft geworden. Mit deutlichem Abstand dahinter auf Platz zwei liegt die CDU.

18.00 Uhr: Wahllokale schließen

In diesen Minuten schließen alle Wahllokale in Sachsen. 

Unsere Reporter sind bei den Wahlpartys vor Ort. Auch im Landtag startet unsere große Sondersendung rund um erste Prognosen. André Hardt von "André und die Morgenmädels" ist mit dabei und liefert exklusive Einblicke und Gespräche mit den Top-Politikern on Air.

17.30 Uhr: Tino Chrupalla bei AfD-Wahlparty in Dresden

Die AfD trudelt langsam zur Wahlkampfparty in der Börse Dresden ein. Auch Tino Chrupalla (neben Alice Weidel AfD-Bundessprecher) ist vor Ort. Sachsens AfD-Chef Jörg Urban ist ebenfalls eingetroffen.

17.15 Uhr: So läuft die Wahl in Thüringen

Nicht nur in Sachsen, auch in Thüringen wird am heutigen Sonntag der neue Landtag gewählt. Dort zeichnete sich eine ähnliche Wahlbeteiligung wie bei 2019 ab. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten bis 14.00 Uhr rund 44,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen in den Wahllokalen abgegeben. (2019: 42,2 Prozent). Briefwähler sind in diesen Zahlen nicht enthalten.

16.47 Uhr: Sender machen sich im Landtag startklar für Live-Sendungen

Das Medien-Echo auf die Landtagswahl ist immens - auch international. 

Wie das Parlament mitteilte, haben sich unter anderem die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei", der englischsprachige Fernsehsender CNBC aus London und der taiwanesische Fernsehsender Mirror TV für die Berichterstattung aus dem Landtag akkreditieren lassen. 

Spanien ist mit der Nachrichtenagentur EFE und der Zeitung "El Periodico" präsent, Frankreich mit dem TV-Sender M6.

Insgesamt haben sich etwa 50 Redaktionen und knapp 800 Medienvertreter angemeldet. Auch wir sind für unsere Sondersendung ab 18 Uhr mit einem Stand vor Ort. Vor Ort laufen die Vorbereitungen für die Live-Sendungen auf Hochtouren.

16.00 Uhr: Wahlbeteiligung steigt in den Großstädten

Die Wahlbeteiligung steigt weiter. In Dresden hatten nach Angaben der Stadt bis 14.00 Uhr bereits 65,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zum gleichen Zeitpunkt vor fünf Jahren lag der Wert in der Landeshauptstadt bei 61,9 Prozent.

In Leipzig betrug die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr 62,5 Prozent und lag damit deutlich höher als 2019 mit 49,3 Prozent. In beiden Städten wurden jedoch die Briefwähler bereits mit berücksichtigt.

Die Stadtverwaltung in Chemnitz vermeldete eine Wahlbeteiligung bis zum frühen Nachmittag von etwa 46 Prozent, zwei Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Hier wurden aber nur die Wähler vom Sonntag gezählt -also ohne Briefwahl.

Laut Landeswahlleitung wählten fast 25 Prozent aller Sachsen per Brief. 

14.55 Uhr: Zahlreiche Politiker haben ihre Stimme abgegeben

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wählte in Moritzburg mit seiner Familie. Auch Sozialministerin Petra Köpping (SPD) sowie Justizministerin Katja Meier (Grüne) waren bereits an der Wahlurne. BSW-Spitzenkandidatin Sabine Zimmermann zeigte sich im Wahllokal optimistisch.

Ministerpräsident Kretschmer (CDU) tauchte zur Stimmenabgabe in Begleitung seiner Frau in Dresden-Klotzsche auf.

14.30 Uhr: Hohe Wahlbeteiligung in gesamt Sachsen

Bei der Landtagswahl in Sachsen zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis zum Mittag hatten 25,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz mit. Bei der vorangegangenen Landtagswahl 2019 hatte der Wert zum gleichen Zeitpunkt bei 26,2 Prozent gelegen. 

Allerdings sind dabei noch nicht die Briefwähler berücksichtigt. Es wird damit gerechnet, dass hier der Anteil bei etwa 24,6 Prozent liegt. Zum Vergleich: 2019 waren es 16,9 Prozent.

In Dresden lag die Wahlbeteiligung bis zum Mittag bei 53,3 Prozent.

In Leipzig betrug die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr 52,5 Prozent und lag damit deutlich höher als 2019 mit 40,8 Prozent. In beiden Städten wurden jedoch die Briefwähler bereits mit berücksichtigt.

Die Stadtverwaltung in Chemnitz meldete eine Wahlbeteiligung von etwa 33 Prozent. Hier wurden aber nur die Wähler vom Sonntag gezählt. "Zum Vergleich hatten wir 2019 bei der letzten Landtagswahl zum gleichen Zeitpunkt eine vorläufige Wahlbeteiligung von circa 32 Prozent", teilte die Stadt mit.