Sachsen und Bayern stimmen Vorgehen bei Corona ab - Impfen im Fokus
Die Impfzentren und Impfpunkte in Sachsen sollen auch zwischen Weihnachten und Silvester geöffnet bleiben. Das hat das Kabinett am Dienstag entschieden. Es dürfe keinen Abbruch der Impfkampagne geben, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit Bayern.
Eine höhere Vergütung der Impfärzte soll Anreiz schaffen. Die Landesärztekammer appelliert in diesem Zusammenhang an die Hausärzte, dass auch sie ihre Praxen zwischen den Feiertagen offenhalten.
Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) sprach sich für die Impfpflicht aus: „Wir brauchen die Impfpflicht so oder so.“ Neben dem Delta-Management sei eine bundesweit abgestimmte Omikron-Strategie erforderlich. Es reiche nicht aus, auf die Wellen nur zu reagieren. Daher hat der CSU-Chef zum Kampf gegen die Corona-Variante Omikron eine weitere zeitnahe Konferenz von Bund und Ländern. „Wir brauchen für Omikron einheitliche nationale Regeln“, sagte Söder nach der gemeinsamen Kabinettssitzung.
Sofern keine Ministerpräsidentenkonferenz mehr vor Weihnachten möglich sei, halte er eine Terminansetzung „sehr früh im Januar“ für wichtig, betonte Söder. Omikron sei „auf jeden Fall ansteckender“ als die im Freistaat inzwischen abflachende Welle mit der Delta-Variante des Coronavirus.
Bund und Ländern dürften im Kampf gegen die Pandemie nicht mehr nur auf die Infektionswellen reagieren, sondern müssten auch gemeinsame Ideen entwickeln. Dazu gehöre etwa eine einheitliche Impfstrategie.