Sachsen steht vor der Überlastungsstufe
Sachsen steuert in der Corona-Pandemie auf die Überlastungsgrenze seines Gesundheitssystems zu. Immer mehr Corona-Patienten müssen im Krankenhaus behandelt werden. Mit Stand Donnerstag waren 1217 Betten auf den Normalstationen mit Corona-Patienten belegt, wie aus einer Übersicht des Sozialministeriums hervorgeht. Das ist nur noch knapp unter der 1300er Grenze, die als Überlastungsstufe gilt. Auf den Intensivstationen waren 291 Betten belegt. Mit Stand Mittwoch waren es 1189 Normalbetten und 288 Intensivbetten gewesen. Wegen der verschärften Lage werden geplante Veranstaltungen abgesagt.
Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz jenseits der 500er Marke ist Sachsen das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland in Deutschland. Am Freitag lag die Inzidenz bei 569 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche - und damit erneut deutlich höher als am Vortag, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Am Donnerstag hatte die Inzidenz noch bei 521,9 gelegen. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hatte am Freitag mit einem Wert von 1031 die dritthöchste Inzidenz bundesweit. (dpa)