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Sachsen startet Corona-Aufholprogramm für Schüler

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Ein millionenschweres Aktionsprogramm soll die durch Corona entstandenen Lernlücken bei Sachsens Schülern schließen. Für Förderunterricht und Nachhilfeangebote steht ein Netzwerk aus Privatpersonen und externen Dienstleistern bereit. Um die Hilfe für die Schüler anbieten zu können, wurden laut Kultusministerium schon 800 Verträge geschlossen. Jeder Schule steht dafür ein Budget zur Verfügung. Die Höhe orientiert sich an der Anzahl der Schülerinnen und Schüler.

Die Palette der Unterstützer ist breit aufgestellt. Meist sind es Lehramtsstudenten, aber auch Honorarkräfte, die den Kindern und Jugendlichen helfen Versäumtes aufzuholen. Aber auch Volkshochschulen, Ergotherapeuten und Eltern sind im Einsatz. Selbst mit Kletterzentren oder Theatern wurden Verträge geschlossen.

An den Grundschulen stehen die Förderung von Lesen und Schreiben sowie die Fächer Mathematik und Englisch im Fokus. Auch werden Angebote zur Körperwahrnehmung und musikalischen Förderung genutzt. Die Förderschulen legen ihren Schwerpunkt auf Angebote im sozial-emotionalen Bereich und die ganz stark unterstützende individualisierte Förderung von Kindern und Jugendlichen. An Oberschulen findet sich ein breit gefächertes Angebot, sowohl im Nachholbereich der klassischen Unterrichtsfächer als auch in der Erlebnispädagogik, Umweltbildung und dem sozialen Miteinander.

Schülerinnen und Schüler an Gymnasien erhalten meist Unterstützung in den Hauptfächern wie Deutsch, Mathematik und Englisch, aber auch in den naturwissenschaftlichen Fächern. Berufsbildende Schulen legen ihren Fokus dagegen entsprechend der Ausrichtung der Schule. Dies reicht von Gesundheitserziehung, Erlernen von Strategien, Kennenlernen von Unterstützungssystemen und Methoden der sozialen Arbeit bis hin zur individuellen Förderung in den Fächern Mathematik und Englisch für den erfolgreichen Übergang Oberschule in das Berufliche Gymnasium.

Um die Folgen der Pandemie für Kinder und Jugendliche abzumildern, hatten Bund und Länder das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ in Höhe von rund zwei Milliarden Euro vereinbart. Zum gezielten Abbau von individuellen Lernrückstanden stehen für Sachsen Mittel in Höhe von insgesamt 47,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Freistaat Sachsen ergänzt das Programm mit entsprechenden Maßnahmen in gleicher Finanzhöhe. Mehr Infos dazu gibt es hier.