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Sachsen plant „Ausreise­gewahrsam“

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Die sächsi­sche Landes­re­gie­rung will die Vorweih­nachts­zeit nutzen, um deutlich mehr abgelehnte Asylbe­werber abzuschieben. Momentan stagniert die Zahl der Flücht­linge. Experten rechnen aber damit, dass es im Winter wieder deutlich mehr werden. Außerdem plant der Freistaat einen sogenannten Ausrei­se­ge­wahrsam am Flughafen Dresden. Dort können abgelehnte Asylbe­werber bei Bedarf bis zu vier Tage unter­ge­bracht werden. Das soll vor allem dann der Fall sein, wenn nicht alle Famili­en­mit­glieder auffindbar sind. Dann sollen die gefun­denen Menschen im Ausrei­se­ge­wahrsam auf die restli­chen Angehö­rigen warten und gemeinsam abgeschoben werden. Die Zahl der Erstauf­nah­me­plätze soll in den nächsten Wochen von momentan 17.000 auf dann 20.000 steigen. Für freiwil­lige Rückkehrer soll es außerdem flächen­de­ckend Beratungs­an­ge­bote geben. Mitar­beiter des DRK sollen dies übernehmen. Das hat Innen­mi­nister Ulbig am Dienstag angekün­digt.