Sachsen kritisiert Bundesnotbremse
Der Bundestag will am Mittwoch die Bundesnotbremse beschließen - also bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Vielen Schulen und Kitas in Sachsen droht mit der Verabschiedung des geänderten Infektionsschutzgesetzes ab kommender Woche die Schließung.
Nach den aktuellen Vorlagen müssen Schulen und Kitas wieder schließen, wenn eine Wocheninzidenz von 165 an drei Tagen in Folge vorliegt. Das sieht die sächsische Landesregierung kritisch. Denn aktuell liegen im Freistaat nur Dresden, Leipzig und der Landkreis Leipzig unter dem Wert von 165. In allen anderen Regionen müssten Kinder und Jugendliche danach wieder zu Hause lernen. Der Freistaat will aber Home-Schooling und Notbetreuungen in Kitas vermeiden.
Außerdem soll beim Übersteigen der Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche grundsätzlich wieder Wechselunterricht fällig werden - auch für die Grundschulen.
Der Bundestag beschäftigt sich am Mittwoch mit dem Infektionsschutzgesetz. Am Donnerstag wird über die Bundesnotbremse im Bundesrat abgestimmt.