Sachsen gibt sich Fahrplan für Energiewende
Wie die Energiewende vorankommen soll, hat Sachsens Ministerrunde in einem Programm festgelegt. Es bildet die Grundlage für politische Weichenstellungen bis zum Jahr 2030.
Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) nannte dieses Energie- und Klimaprogramm (EKP) vor Medienvertretern am Dienstag „eines der wichtigsten Vorhaben der Koalition, ein Konjunkturprogramm für Sachsen.“ Es geht u.a. um mehr Sonnen- und Windenergie, aber auch um die Entwicklung von grünem Wasserstoff.
Der Ausbau der Erneuerbaren werde aber nur gelingen, „wenn wir für Akzeptanz werben und Gemeinden, Bürgerinnen und Bürger beteiligen und Zielkonflikte beim Artenschutz und in der Flächennutzung minimieren und lösen“, sagte Günther.
Kritik kommt von der Opposition. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst aus Dresden teilte mit: „Schwarz-Grün-Rot verschließt die Augen vor einer simplen Wahrheit: Nach heutigem technischen Stand kann der Freistaat Sachsen nicht gleichermaßen CO2-neutral und energieautark sein. Wir werden uns von Stromimporten aus unseren Nachbarstaaten abhängig machen, übrigens auch von Atomstrom.“
Ähnlich äußerte sich der Chef der AfD-Fraktion im Landtag, Jörg Urban: „Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist (...) ein Milliardengrab.“ Er befürchtet ebenfalls, dass es nach dem Kohle- und Kernkraftausstieg zu immensen Stromimporten kommt. „Die AfD will deshalb auf moderne Kernkraftwerke als Rückgrat der Energieversorgung setzen.“