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Sachsen beim barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe nur Mittelmaß

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Sachsen ist im deutsch­land­weiten Vergleich bei stufen­losen Bahnhöfen nur Mittelmaß. Das geht aus einer Rangliste der Allianz pro Schiene auf Basis von Daten der Bahn hervor. Spitzen­reiter mit jeweils 94 Prozent barrie­re­freien Bahnhöfen sind demnach die Bundes­länder Berlin und Schleswig-Holstein. Sachsen mit seinen 397 Bahnhöfen kommt auf 74 Prozent und liegt damit zwei Prozent­punkte unter dem Bundes­durch­schnitt. Schluss­licht ist das Saarland mit 49 Prozent. „Für uns sind die markanten Unter­schiede inner­halb Deutsch­lands ein Zeichen dafür, dass die Länder unter­schied­lich viel für ihre Bahnhöfe tun“, sagte Dirk Flege, Geschäfts­führer des bahnnahen Lobby-Verbands. In Deutsch­land gibt es mehr als 5400 Bahnhöfe.  Der Bund hatte vergan­gene Woche ein weiteres Sonder­pro­gramm von 50 Millionen Euro angekün­digt, um bis 2018 Halte­stellen mit weniger als 1000 Fahrgästen pro Tag barrie­re­frei zu machen. Länder und Gemeinden sollen mit weiteren 50 Millionen Euro die Hälfte der Inves­ti­tionen schul­tern. „Nicht 50 Millionen für drei Jahre, sondern 150 Millionen pro Jahr wären notwendig“, sagte Flege. „Beim gesetz­lich vorge­schrie­benen Umbau der Bahnhöfe zur Barrie­re­frei­heit dürfen Kommunen und Bundes­länder nicht alleine gelassen werden.“ (dpa)