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Sabine Wolfram wird Chefin im neuen Haus der Archäologie

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Die Wissen­schaft­lerin Sabine Wolfram wird Museums­chefin im künftigen Haus der Archäo­logie an der Brücken­straße. Sachsens Wissen­schafts­mi­nis­terin Sabine von Schor­lemer stellte die promo­vierte Prähis­to­ri­kerin heute erstmals der Öffent­lich­keit vor. Die gebür­tige Hessin, die 2006 als wissen­schaft­liche Mitar­bei­terin an der Univer­sität Leipzig nach Sachsen kam, wird ihren neuen Job am 1. April antreten. Bei ihrer Vorstel­lung heute gab die 52-Jährige das Ziel aus, das Landes­ar­chäo­lo­gie­mu­e­seum unter den führenden Museen in Deutsch­land etablieren zu wollen. Derzeit ist es das ehema­lige Schocken-Kaufhaus noch Baustelle. Die Eröff­nung ist nach Angaben von Wissen­schafts­mi­nis­terin Sabine von Schor­lemer für 2013 geplant. In der künftigen Dauer­aus­stel­lung sollen dann auf 3.000 Quadrat­me­tern knapp 300.000 Jahre Mensch­heits­ge­schichte zu sehen sein. Einge­richtet werden soll das Museum bereits ab Juli. Die Kosten für den Umbau des früheren Kaufhauses werden mit etwa 30 Millionen Euro veran­schlagt. Wolfram selbst sprach von einem spannenden und deutsch­land­weit einzig­ar­tigen Konzept. Wie die Minis­terin von Schor­lemer geht auch sie selbst­be­wusst von einer überre­gio­nalen Strahl­kraft aus. Angepeilt seien jährlich 50 000 Besucher, sagte Wolfram. Die sollen dann auch mit Sonder­aus­stel­lungen gelockt werden - zu Forschungs­schwer­punkten des Landes­amtes für Archäo­logie oder neuen Funden in Sachsen, zu regio­naler oder auch inter­na­tio­naler Geschichte. Den Angaben zufolge wurde für Chemnitz bereits die Präsen­ta­tion einer großen Vietnam-Ausstel­lung für Ende 2014, Anfang 2015 verein­bart. Wolfram, die sich unter 27 Bewer­bern für den Chefposten durch­setzte, befasste sich zuletzt in einem gemein­samen Projekt des Landes­amtes und der Leipziger Univer­sität mit der Aufar­bei­tung archäo­lo­gi­scher Funde im Braun­koh­len­ta­gebau Zwenkau.