Rentner wegen Mordes vor Gericht
Der Mord an einer Rentnerin auf dem Sonnenberg beschäftigt ab heute das Landgericht. Angeklagt ist der Ehemann der 70-Jährigen. Er soll am Neujahrstag mit einem Messer mehrmals auf seine schlafende Frau eingestochen haben. Danach rief der gehbehinderte Mann selbst den Notarzt - für das Opfer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Laut Obduktion starb die Frau an einem Stich in den Hals. Motiv für die Tat waren Eheprobleme: die Frau hatten ihren Gatten immer wieder beschimpft. Der 70-Jährige, der bis zu einer Hüft-OP noch als Wachmann in Teilzeit gearbeitet hatte, kam sich wegen seiner Behinderung minderwertig vor. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Der Angeklagte, der psychisch angeschlagen ist, hat die Tat bereits in der Vernehmung gestanden. In der Verhandlung müssen die Richter auch prüfen, ob der Mann eingeschränkt schuldfähig ist. Der 70-Jährige hat bereits einen Selbstmordversuch hinter sich: er wollte sich im Keller erhängen. Das Urteil in dem Fall soll kommende Woche gesprochen werden.