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Rauchwolke über dem Erzgebirge nach Explosionen in Tschechien

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Umwelt­alarm im Erzge­birge. Nach Explo­sionen in einem Indus­trie­ge­biet im tsche­chi­schen Litvinov zogen am Donnerstag dunkle Rauch­wolken über den Erzge­birgs­kamm nach Sachsen. Es stank nach verschmorter Plastik. Am späten Nachmittag hatten sich die Wolken verzogen.Nach Angaben des sächsi­schen Umwelt­mi­nis­te­riums hatte sich das Unglück am Morgen kurz vor 9 Uhr bei der Firma Unipe­trol ereignet. Anschlie­ßend brach Feuer aus. Das Gebiet wurde evaku­iert. Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden.Mindes­tens vier Feuer­wehr­leute kolla­bierten in der Hitze und mussten ärztlich behan­delt werden. Ein Arbeiter erlitt bei der Explo­sion eine Trommel­fell­ver­let­zung. Augen­zeugen berich­teten von einem großen Flammen­ball über dem Werks­ge­lände, gefolgt von dicken, schwarzen Rauch­schwaden.  Nach ersten Erkennt­nissen hatte sich brenn­bares Propen entzündet, nachdem ein Kühlkreis­lauf ausge­fallen war. Zu dem Unfall kam es in einer Anlage, in der Grund­stoffe für die Kunst­stoff­her­stel­lung produ­ziert werden. Wie die Stadt­ver­wal­tung Most mitteilte, bestehe aber keine Gefahr für die Bevöl­ke­rung.  Beim Landes­um­welt wird nun verstärkt auf die Luftmess­werte im Grenz­ge­biet geachtet, insbe­son­dere an der nächst liegenden Station Schwar­ten­berg. Bisher gebe es aber keine Auffäl­lig­keiten. Olbern­haus Bürger­meister Hans-Peter Haustein kriti­sierte die sächsi­schen Behörden. Niemand habe etwas gewusst, die Alarmie­rungs­kette habe nicht funktio­niert, so der FDP-Politiker.Lösch­wasser fließt in die ElbeAller­dings ist Lösch­wasser in einen Neben­fluss der Elbe gelangt. Das teilte das sächsi­sche Landes­um­weltamt mit. Etwa 10.000 Kubik­meter Lösch­wasser seien gegen 11.00 Uhr in die Bilina geflossen. Der Fluss mündet bei Usti nad Labem in der Elbe. Das Wasser habe sich verfärbt, ein Fisch­sterben sei aber nicht zu beobachten, hieß es von den tsche­chi­schen Behörden. In der Elbe bei Schmilka seien keine Auffäl­lig­keiten gemessen worden..

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Hans-Peter Haustein, Bürger­meister Olbernhau