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Ratskeller-Sanierung kostet weitere sieben Millionen Euro

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RA-172/2025 – Zwei Buchstaben, zwei Sonderzeichen und sieben Ziffern. Hinter dem kryptischen Code verbirgt sich eine Anfrage der Chemnitzer CDU/FDP-Ratsfraktion – und die Antwort lässt erahnen, dass es schwierig werden wird, einen Investor für den Ratskeller zu finden.

Den versucht die Stadt schon lange zu finden und hatte zuletzt Mitte Juli Kontakt mit einem Interessenten.

Fest steht: Wer auch immer sich im Keller des Rathauses an den Herd stellt – er braucht Kohle satt!

Stadtrat Jens Kieselstein hatte nach der Summe gefragt, die für eine grundlegende Sanierung notwendig sei. Die Antwort von Baubürgermeister Michael Stötzer: „Unter Einbeziehung der im und auch außerhalb der eigentlichen Räumlichkeiten des Ratskellers erforderlichen Bauleistungen wird der Bedarf grob auf ca. 7,0 Mio. Euro geschätzt.“

Sieben Millionen Euro

Darin sind die bisher getätigten Investitionen noch nicht inbegriffen. 1,789 Millionen Euro hatte die Stadt ausgegeben, um im Ratskeller die Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen, Wände trockenzulegen und den Hof teilweise zu überdachen.

Jetzt stehen weitere sieben Millionen auf dem Papier. Geld, das Chemnitz nicht hat. Geld, das Chemnitz nicht bekommt, weil es sich nicht um eine „Baumaßnahme zur infrastrukturellen Grundversorgung“ handelt. Dafür hätte es vielleicht Förderung von Land, Bund oder EU geben können.

Aber der Ratskeller schreit nach neuer Küchen- und Kältetechnik, neuer Elektroinstallation. Dazu schütteln Statiker den Kopf: Bevor es im Topf kocht, müssen Decken und Wände saniert werden.

Wer soll das bezahlen?

Sieben Millionen Euro. Wer die aufbringen soll oder muss, steht noch nicht fest! Auf Nachfragen unseres Senders teilte die Stadt mit: „Die Schnittstelle zwischen erforderlicher Vorleistung der Stadt und Ausbauanteil eines Pächters ist von Faktoren wie Nutzungskonzept, Flächenarrangement, technischen Anforderungen und vielem mehr abhängig und kann nicht im Vorfeld definiert werden.“

Im Klartext: Ohne Moos nix los! Wenn ein Gastronom im Ratskeller auftafeln will, muss er einen Batzen Geld aufs Tapet legen. Aber damit allein gibt sich die Stadt nicht zufrieden. Auch sonst sind die Ansprüche happig: Gesucht wird kein Standard. Gesucht wird ein kreatives, hochwertiges Gastronomiekonzept. Die Anforderungen: