- Die Polizei ermittelt nun wegen Volksverhetzung. (Symbolbild)
Puppe auf elektrischem Stuhl - Rassismusvorfall in Bannewitz
Der Staatsschutz der Dresdner Polizei ermittelt derzeit wegen des Verdachtes der Volksverhetzung. Unbekannte haben eine Art elektrischen Stuhl gebaut, eine dunkel angemalte Babypuppe hineingesetzt und diese fixiert. Das Konstrukt stellten sie auf einen Altkleidercontainer an der Straße Am Bahnhof im Bannewitzer Ortsteil Possendorf auf.
Eine Zeugin armierte die Polizei. Die Beamten stellten den Gegenstand sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.
Weitere politische Botschaften seien nicht gefunden worden, sagte ein Sprecher.
Die Polizei fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.
Bannewitzer Bürgermeister entsetzt
Der Bannewitzer Bürgermeister Heiko Wersig zeigte sich schockiert. In einem Statement auf Facebook schrieb er:
"Als Bürgermeister möchte ich unmissverständlich klarstellen: Rassismus hat in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Solche Taten sind nicht nur inakzeptabel, sie stehen im Widerspruch zu den Werten, für die wir als Gesellschaft einstehen. Wir sind eine Gemeinschaft, die von Respekt, Toleranz und Solidarität geprägt ist. Jeder Mensch, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Glauben, verdient es, in Sicherheit und Würde zu leben. Rassistische Übergriffe verletzen nicht nur die betroffenen Personen, sondern auch das Fundament unserer Gemeinschaft. Ich appelliere an alle, sich gegen Rassismus und Diskriminierung zu positionieren. Lassen Sie uns gemeinsam für ein respektvolles Miteinander eintreten und uns aktiv gegen Vorurteile und Hass einsetzen. Wir müssen zusammenstehen, um eine Kultur des Friedens und der Akzeptanz zu fördern. Ich danke allen, die sich für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben engagieren."
