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Rabattschlacht beendet: Chemnitzer Kaufhof ist geschlossen

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Der gläserne Kaufhof in der Chemnitzer Innenstadt ist als Warenhaus endgültig Geschichte. Nach 23 Jahren war am Donnerstag der letzte Verkaufstag. Weil wirklich alles raus musste, gab es in den letzten Stunden Rabatte von bis zu 96 Prozent. Im Erdgeschoss standen nur noch wenige Wühltische, die oberen Etagen waren bereits leer, die Regale zusammengeschoben.

Die Krieger-Gruppe, der das Haus gehört, will das Gebäude bis 2026 komplett umbauen. Geplant ist, nur noch im Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss Handel zu betreiben. Die anderen drei Etagen sollen anderweitig genutzt werden. Das könnten etwa ein Hotel und Büroflächen sein. Dazu wird das Gebäude entkernt und umgebaut. Die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag, der investiert wird.

Etliche Galeria-Beschäftigte hatten sich mittlerweile neue Jobs gesucht, teils in anderen Branchen, erklärt Verdi-Gewerkschaftssekretärin Andrea Busch. 60 waren es zum Schluss noch am Standort Chemnitz, sie wechseln nun in eine Transfergesellschaft. Zwar suche der Handel Arbeitskräfte, doch viele Jobangebote seien nur in Teilzeit oder mit Bezahlung auf Mindestlohnniveau. Der Niedergang habe vielen langjährigen Kollegen zugesetzt. Viele seien „fix und alle“, auch Tränen seien jüngst bei einer Abschiedsveranstaltung geflossen, erzählt Busch. Den verbliebenen Galeria-Standorten andernorts wünsche sie ein besseres Schicksal. „Wir hoffen, dass es mit dem neuen Konzept und Eigentümern besser klappt.“ (mit dpa)