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Prozessauftakt um Bluttat im Stadtpark

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Vor dem Chemnitzer Landgericht beginnt am Montag der Prozess um den gewaltsamen Tod eines jungen Syrers. Der 21-Jährige war im September im Stadtpark erstochen worden, zwei Landsleute sind jetzt wegen Totschlags angeklagt. Die 21 und 25 Jahre alten Männer kamen 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde der 21-Jährige Mohamed aus Eifersucht erstochen. Einer der beiden mutmaßlichen Täter war in seine Freundin verliebt, ein syrisches Mädchen. Um die Sache zu klären, sollen die beiden Angeklagten das Opfer zu einem Gespräch in den Stadtpark gelockt haben. Während der eine sich mit ihm unterhielt, stürmte der andere plötzlich heran und stieß mit einem Messer mehrfach zu.

Dem Opfer gelang es noch laut zu schreien und in Richtung Sportcenter zu flüchten. Eine der beiden Angeklagten verfolgte ihn mit einem Messer, flüchtete dann aber aufgrund der Hilferufe. Das Opfer verstarb unmittelbar nach der Tat. Der junge Mann verblutete.

Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird Ende Mai erwartet.