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Prozess um Brandanschlag: Hauptbelastungszeuge verhaftet

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Im Prozess um den Brandanschlag auf das türkische Restaurant „Mangal“ an der Straße der Nationen in Chemnitz ist gegen den Hauptbelastungszeugen Haftbefehl erlassen worden. Er lautet auf versuchten Mord und schwere Brandstiftung. Zu den genauen Hintergründen sagte die Staatsanwaltschaft nichts.

Gegen den Mann war schon zuvor ermittelt worden, weil er möglicherweise an der Planung des Anschlags beteiligt war. Er hatte ursprünglich diese Woche aus Zeuge aussagen sollen. Der Mann soll ein Bekannter des Wirts sein und diesen belastet haben. Die Verteidigung hatte die Glaubwürdigkeit des Zeugen aber schon zum Prozessauftakt erheblich in Zweifel gezogen.

Der angeklagte Wirt soll den Anschlag initiiert haben, um eine hohe Summe von der Versicherung zu kassieren. Dazu habe er ein Fenster manipuliert, so dass mehrere Unbekannte in der Nacht zum 18. Oktober 2018 dort einsteigen konnten, heißt es in der Anklage. In den Räumen hätten sie Brandbeschleuniger verteilt und angezündet. Dafür soll der aus der Türkei stammende Gastwirt ihnen 50 000 Euro gezahlt haben. Er hatte dagegen stets behauptet, die Täter seien in der rechtsextremen Szene zu suchen. Vor Gericht hat er die Vorwürfe über seinen Anwalt bestritten. (mit dpa)