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Prozess gegen Mitläufer von Revolution Chemnitz geht weiter

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Am Amtsgericht Chemnitz ist am Donnerstag der Prozess gegen sechs mutmaßliche Mitläufer der rechtsextremen Terrorvereinigung „Revolution Chemnitz“ mit der Anhörung von Zeugen fortgesetzt worden. Den Angeklagten wird Landfriedensbruch in Tateinheit mit Körperverletzung vorgeworfen. Die Deutschen im Alter von 25 bis 34 Jahren sollen am 14. September 2018 im Anschluss an eine Pro Chemnitz-Demonstration an einem Überfall auf Parkbesucher an der Schlossteichinsel beteiligt gewesen sein. Dabei sollen sie mit Quarzhandschuhen und Flaschen bewaffnet gewesen sein.

Zum Auftakt des zweiten Verhandlungstages berichtete einer der Attackierten als Zeuge, dass er und Freunde in dem Park gegrillt hätten. Dann sei eine große Gruppe Männer auf sie zugekommen, hätte sie umzingelt und bedroht. Danach sei recht schnell die Polizei gekommen, die Männer hätten dann die Flucht ergriffen und dabei mit Bierflaschen geworfen. Er habe eine Flasche an den Kopf bekommen und eine Platzwunde erlitten, die im Krankenhaus genäht werden musste. „Mein Kopf hat geblutet“, übersetzte ein Dolmetscher seine Aussage.

Der Iraner, der auch als Nebenkläger auftritt, berichtete überdies, dass die Angreifer teils auch Handschuhe getragen hätten. „Die haben die Handschuhe nicht wegen des kalten Wetters getragen“, sagte der 28-Jährige auf Deutsch. Sie sollen auch Messer dabei gehabt haben. (dpa)