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Protestcamp vor Semperoper muss abgebaut werden

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Das Protest­camp auf dem Theater­platz muss bis Montag­abend 20 Uhr abgebaut werden. Das teilte das Ordnungsamt am Montag­mittag mit. So forderte die Stadt­ver­wal­tung die Flücht­linge auf, Zelte, Toiletten, Tische und Stühle abzubauen.In einer Presse­mit­tei­lung der Stadt­ver­wal­tung heißt es:Der Bescheid stellt kein Versamm­lungs­verbot dar, weil auch weiterhin auf dem begehrten Platz Meinungs­kund­gabe statt­finden kann. Aller­dings wurden folgende wesent­liche Auflagen verfügt:- Der Einsatz und die Verwen­dung von Zelten, zeltar­tigen Aufbauten, Überda­chungen, Dixi-Toiletten und Sitzge­le­gen­heiten werden zukünftig unter­sagt.- Die im Rahmen der Versamm­lung bislang verwen­deten Zelte, zeltar­tigen Aufbauten und Überda­chungen einschlie­ß­lich aller darin befind­li­chen Utensi­lien und die  vier Dixi-Toiletten sind zu beräumen.- Das Nächtigen im Rahmen der Versamm­lung auf der Versamm­lungs­fläche und im unmit­tel­baren Umfeld auf öffent­li­chem Grund und Boden wird unter­sagt.Weiter schreibt die Stadt­ver­wal­tung:Für das Entfernen der Aufbauten wurde eine Frist bis 2. März 2015, 20 Uhr, gesetzt. Die Auflagen werden wie folgt begründet: Beim Einsatz und der Verwen­dung der Zelte und der Dixi-Toiletten im Rahmen der Versamm­lung handelt es sich um eine straßen­recht­liche Sonder­nut­zung. Diese Aufbauten sind nicht vom Schutz­be­reich der nach Art. 8 Grund­ge­setz gewähr­leis­teten Versamm­lungs­frei­heit umfasst. Die Auflagen wurden den Verant­wort­li­chen bereits am Sonntag, 1. März,  nach ihrer Presse­kon­fe­renz im Beisein ihres Anwaltes mündlich angekün­digt und erläu­tert. Sie wurden gebeten, alle organi­sa­to­ri­schen Vorkeh­rungen zu treffen, um die Auflagen frist­ge­recht umzusetzen. Der Anwalt lies offen, ob es zu einer gericht­li­chen Überprü­fung dieser Entschei­dung kommen wird. Er kündigte aber an, dass mit hoher Wahrschein­lich­keit ein Antrag auf Sonder­nut­zung gestellt wird. Dies ist bis zum Stand heute, 12 Uhr, noch nicht geschehen. Die Versamm­lung wurde am Samstag, 28. Februar 2015, gegen 20 Uhr, auf zunächst unbestimmte Dauer unter dem Thema: „Solida­rität mit Geflüch­te­ten“ angezeigt. Camper wollen Wider­spruch einlegenDagegen wollen die Organi­sa­toren des Camps nun Wider­spruch einlegen. Seit dem Wochen­ende campieren Asylbe­werber und ihre Unter­stützer auf dem Theater­platz. Sie wollen einen Monat lang vor der Semper­oper bleiben und fordern unter anderem freie Wohnort­wahl, Arbeits­recht und mehr Sprach­kurse.