++ EIL ++

Premiere für Stülpner Karl im Küchwald

Zuletzt aktualisiert:

Auf der Freilichtbühne im Küchwald feiert am Samstag „Die Legende vom Stülpner Karl“ Premiere. Der Volksheld aus dem Erzgebirge ist in einem echten Räuberabenteur zu erleben, dabei lassen die Städtischen Theater der Fantasie freien Lauf. Denn vieles vom Stülpner-Karl ist Legende. Die Vorstellung beginnt 17 Uhr. Danach ist das Stück bis Anfang Juli insgesamt 14 Mal zu sehen.Karl Stülpner (1762-1841) galt schon zu Lebzeiten als Legende. Zahlreiche Romanerzählungen und Biografen formten Stülpners legendären Ruf als „Robin Hood des Erzgebirges“. Hineingeboren in Zeiten, die geprägt sind von Hunger, Armut und Krieg, geriet er schon früh mit dem Gesetz in Konflikt. Die Wälder unweit der Burg Scharfenstein waren sein Zuhause, das Jagen seine Leidenschaft.Sein Brot verdiente er zunächst bei den „Mehlsäcken“ des königlich-sächsischen Infanterieregiments in Chemnitz. Als bester Wildschütz der Truppe füllte Stülpner auch die Mägen derer, die ihn später verraten sollten - denn das Jagen war dem Adel vorbehalten. Der junge Aufrührer desertiert und ist gebietskundig genug, seinen Häschern immer wieder zu entwischen. Im Alleingang belagerte er Burg Scharfenstein und trieb seine Späße mit jenen, die ihn fangen wollten. Als Wilderer und Schmuggler kontrollierte er schließlich weite Teile des Erzgebirges und teilte sein Weniges mit den Armen, die ihm dafür Unterschlupf gewährten. Bald wurde er steckbrieflich gesucht - verraten wurde er nie.