Polizist wegen Körperverletzung im Amt verurteilt
Wegen Körperverletzung im Amt ist ein Chemnitzer Bereitschaftspolizist zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 28-jährige Beamte muss 8.500 Euro zahlen. Er hatte im September letzten Jahres im Stadthallenpark einen Mann geschlagen, der sich einer Personenkontrolle entziehen wollte. Der 35-Jährige, der mit mehreren Partygängern aus dem Flowerpower kam, sollte von einer Polizeistreife kontrolliert werden, nachdem eine Glasflasche zu Bruch gegangen war. Der Chemnitzer hatte aber keinen Ausweis dabei, daraufhin wollten die Beamten den Mann durchsuchen. Er wehrte sich, es kam zum Handgemenge. Dabei schlug der Polizist laut Amtsgericht mehrfach auf den 35-Jährigen ein. Die Staatsanwaltschaft sah gefährliche Körperverletzung im Amt und hatte eine elfmonatige Bewährungsstrafe für den Angeklagten gefordert, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Am Ende wurde der Beamte zu 130 Tagessätzen von je 65 Euro verurteilt. Gegen denselben Polizisten läuft derzeit auch noch ein anderes Verfahren der Chemnitzer Staatsanwaltschaft: er soll bei einer Anti-Cegida-Demo im Februar einem Teilnehmer einen Faustschlag verpasst haben. Wann der Fall vor Gericht verhandelt wird, steht noch nicht fest.