Polizeipräsident will Krawalle am 1. Mai verhindern
Die Chemnitzer Polizei bereitet sich am 1. Mai auf einen Großeinsatz vor. Am Tag der Arbeit wollen Neonazis durch die Stadt marschieren: die Partei "Der Dritte Weg" hat einen Aufzug angemeldet. Es sind zahlreiche Gegenproteste geplant, unter anderem vom DGB und vom Bündnis "Chemnitz nazifrei". Polizeipräsident Uwe Reißmann befürchtet Auseinandersetzungen zwischen linken und rechten Demonstranten. Hintergrund sind die Ereignisse der letzten Jahre in Leipzig, besonders von da werden viele Gegendemonstranten der linken Szene erwartet. Doch auch die Rechten mobilisieren bundesweit. "Der Dritte Weg" hatte vor zwei Jahren bei einer Demo in Plauen für Schlagzeilen gesorgt. Dort hatten Demonstrationsteilnehmer Gegendemonstranten, Journalisten und auch die Polizei angegriffen. Uwe Reißmann will solche Bilder in Chemnitz vermeiden. Deshalb hält er am 1. Mai neben einer Vielzahl von Beamten auch Wasserwerfer in Bereitschaft. "Ärger ist an dem Tag vorprogrammiert" so der der Chemnitzer Polizeichef. "Wir sind auf Krawall vorbereitet, alles andere würde mich freuen".