Polizei zieht Bilanz zu "Blitz für Kids" - fast 6 Prozent der Autofahrer zu schnell

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Die Polizei hat bei ihrer jährlichen Aktion „Blitz für Kids“ fast 2.600 Temposünder ertappt. Das sind etwa sechs Prozent der über 43.000 kontrollierten Fahrzeuge, wie das Landespolizeipräsidium mitteilte. Kontrolliert wurde dabei vor allem vor Grundschulen im Freistaat. Sachsenweit gab es insgesamt 330 Kontrollstellen im Bereich der Schulwege von Kindern. 1.255 von diesen zu schnell fahrenden Fahrzeugen wurden direkt vor Ort angehalten und 171 Autofahrer erwartet nun ein Bußgeldverfahren. 2.405 Autofahrer erwartet ein Verwarngeld.

Durch die Aktion sollen Autofahrer im Straßenverkehr sensibilisiert werden, um vor allem die sechs bis 15-Jährigen zu schützen. Allein im vergangenen Jahr gab es in Sachsen 1069 Unfälle mit Kinder im Straßenverkehr, drei wurden dabei getötet, 243 schwer und 823 leicht verletzt.

Negative Spitzenreiter kamen bei den diesjährigen Kontrollen aus Dresden. Ein Mann lag ganze 56 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Der Fahrer muss hier mit einem Bußgeld von 480 Euro, zwei Punkten in Flensburg und drei Monaten Fahrverbot rechnen. Eine weitere Frau aus Dresden wurde mit Tempo 65 in einer 30er Zone auf der Reisewitzer Straße geblitzt. Hier liegt die 35. Grundschule. Nach Abzug der Toleranz ist das immer noch eine Überschreitung von 32 Kilometer pro Stunde und entspricht einem Bußgeld von 160 Euro. Zudem drohen der Fahrerin ein Monat Fahrverbot sowie die Eintragung von zwei Punkten im Fahreignungsregister.

Die Aktion "Blitz für Kids" gibt es bereits seit 1995 und wird seit 1998 mit dem ADAC Sachsen durchgeführt. Normalerwiese dürfen auch Grundschüler in der ersten Woche der Aktion an den Kontrollen teilnehmen. Corona-bedingt war das aber in diesem Jahr nicht möglich.