Polizei weist Kritik zu Vorgehen am 5. März zurück
Die Ereignisse rund um die Nazi-Demo am 5. März sorgen weiter für Zündstoff. Das Bürgerbündnis hatte in einer öffentlichen Anhörung erneut massiv Kritik am Vorgehen der Beamten geübt - daraufhin hat sich jetzt auch die Polizei zu Wort gemeldet. Sie wies die Darstellungen zurück. Es sei unverständlich, daß fast drei Wochen nach der Demo immer neue Vorwürfe erhoben werden, bisher jedoch trotz mehrfacher Zeugenaufrufe keine Anzeigen eingegangen seien.Die Art und Schwere der Vorwürfe ließe sich aus den bisher etwa 70 % ausgewerteten polizeilichen Dokumentationen nicht nachvollziehen. Der aktuelle Stand sei nach wie vor, dass im Zusammenhang mit dem 5. März 2011 durch die Polizei 43 Anzeigen wegen verschiedener Delikte gegen Versammlungsteilnehmer erstattet wurden, heißt es in einer Mitteilung. Nur zwei Anzeigen gebe es bisher gegen die Polizei, beide wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Es werden nochmals Betroffene oder Geschädigte der vorgeworfenen und bisher nicht belegten polizeilichen Übergriffe sowie auch Zeugen gebeten, sich bei Polizei oder Staatsanwaltschaft zu melden und möglicherweise vorhandene Beweismittel, z.B. Videosequenzen, mit vorzulegen. Nur über Anzeigen und die dann folgenden Ermittlungen unter Hoheit der Staatsanwaltschaft könnten die Vorwürfe auf Werthaltigkeit geprüft werden, so die Polizei.