Hetze gegen Feuerwehr nach Demo vor der Frauenkirche
Die Dresdner Feuerwehr wird nach ihrem Einsatz auf dem Neumarkt am Montag angefeindet. Die Kameraden hatten eine Feuertonne gelöscht, die Rechtsextreme als eine Art Mahnmal aufgestellt hatten. Feuerwehr und Stadt stellen sich dieser Hetze klar entgegen und verwahren sich gegen Fake-News.
„Wir sagen deutlich und klar “Nein„ zu Hass und Hetze gegenüber der Feuerwehr und allen anderen Rettungskräften“, heißt es aus dem Rathaus. „Die Feuerwehr Dresden ist für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger verantwortlich. Die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Dresden verurteilt die Anfeindungen aufs Schärfste.“
Am Vorabend des Gedenkens an die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 hatten Demonstranten eine riesige, als Feuertonne getarnte Gedenkstele vor der Dresdner Frauenkirche aufgestellt. Hinter der Aktion soll nach Informationen unseres Reporters das rechtsextreme „Ein Prozent“-Netzwerk stehen.
Um die tonnenschwere Stele aufzustellen, soll ein Kran zum Einsatz gekommen sein. Darauf zu lesen ist unter anderem „Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens.“ - ein Ausspruch des deutschen Dramatikers und Dichters Gerhart Hauptmann über das Inferno der Luftangriffe auf Dresden.
Wie uns ein Polizeisprecher sagte, war das Aufstellen der Stele bei der Versammlungsbehörde angemeldet worden. Sie sollte aber nach der Demo noch am selben Abend wieder abtransportiert werden. Weil das aber nicht passierte, wurde die „Feuertonne“ von der Polizei im Auftrag weggebracht. Die Kosten dafür werden den Organisatoren in Rechnung gestellt werden.