Polizei prüft Anwohnerbeschwerden
Nach Beschwerden über die Polizeiarbeit in Chemnitz wollen die Beamten die Fälle jetzt prüfen. Man nehme prinzipiell jeden Notruf ernst, sagte uns Polizeisprecherin Jana Kindt. Warum es in den angesprochenen Fällen so lange dauerte, bis eine Streife vor Ort war, ist jetzt Gegenstand von Ermittlungen. Im Zusammenhang mit den Einbrüchen und Übergriffen hatten sich Betroffene bei uns gemeldet und ihrem Ärger Luft gemacht. Nach Notrufen mussten sie teilweise bis zu 90 Minuten warten. "Wir versuchen immer schnell vor Ort zu sein, können aber auch nicht überall sein" sagt Kindt. Die Polizeipräsenz in den Stadtteilen sei deutlich erhöht worden, auch mit Hilfe der Bereitschaftspolizei. Die Polizeisprecherin bittet aber auch um Verständnis, denn nicht überall könne permanent ein Polizeiauto stehen. Die Beamten seien deshalb weiterhin über jeden Hinweis dankbar. "Sind Einbrecher schon über alle Berge, werden wir nach einem Notruf nicht immer sofort zur Stelle sein" so Kindt weiter. Dann gehe es um gute Tatortarbeit und Spurensicherung. Betroffene sollten in so einem Fall nichts am Tatort verändern.