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Demos größtenteils friedlich verlaufen

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In Leipzig sind am Samstag zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen. Beim größten Protest von Corona-Kritikern sammelten sich Hunderte, um über den Ring zu ziehen. Laut Polizei kamen aber nicht die 3.000 angekündigten Demonstranten zusammen. Gleichzeitig gab es auch Gegenprotest und Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine mit mehreren hundert Teilnehmern. 

Laut Polizei sind alle Demonstrationen weitestgehend friedlich verlaufen. Vor dem Hauptbahnhof musste die Polizei jedoch Blockaden von Teilnehmern des Gegenprotestes gegen den Aufzug von Corona-Kritikern auflösen. Zusätzlich wurden Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Vermummungsverbot und wegen des Zeigens des Nazigrußes erstattet. 

Erstmeldung: 

Die Polizei ist am Samstag in Leipzig im Großeinsatz. U. a. ist eine Großdemo von Kritikern der Corona-Maßnahmen angemeldet worden, hat das Ordnungsamt mitgeteilt. 3.000 Teilnehmer wollen ab 14 Uhr vom Wilhelm-Leuschner-Platz über den Innenstadtring ziehen. Durch Aufrufe in sozialen Medien erwartet die Polizei jedoch, dass mehr Menschen kommen.

Daneben gibt es auch mehrere Demonstrationen mit insgesamt mehr als 1.500 angemeldeten Teilnehmern. Sie wollen u. a. gegen den Krieg in der Ukraine protestieren. So ist z. B. ein Fahrradaufzug vom Connewitzer Kreuz zum kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz zwischen 13 und 13.30 Uhr geplant. Danach wollen die Teilnehmer über die Petersstraße, den Markt, den Brühl und die Nilkolaistraße zum kleinen Willy-Brandt-Platz ziehen. Die Polizei erwartet, dass sich daraus auch Gegenprotest gegen die Kundgebung der Corona-Kritiker formiert. Rund um den Ring ist deswegen bis in die Abendstunden mit Einschränkungen zu rechnen. 

Zusätzlich ist zwischen 15 und 19 Uhr eine weitere Kundgebung im Bereich des Gohliser Schlösschens geplant. Das Ordnungsamt rechnet mit 1.000 Teilnehmern, die unter dem Motto „Kultur für den Frieden“ demonstrieren wollen. 

Um das Geschehen in der gesamten Stadt abzusichern, wird die Polizei von Beamten aus zwei weiteren Bundesländern unterstützt. Auch ein Polizeihubschrauber kann zum Einsatz kommen.