Polizei durchsucht im Fall Al-Bakr Wohnungen in NRW
Im Fall des Chemnitzer Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr hat die Polizei nach Informationen von "Spiegel Online" am Mittwoch Wohnungen von vier Syrern in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Dem Bericht zufolge sollen sie Al-Bakr als Geldboten mit etwas mehr als 2000 Euro versorgt haben. Allerdings sei unklar, wie viel sie wussten. Die Männer würden deshalb formal als Zeugen und nicht als Beschuldigte geführt und seien auch nicht festgenommen worden. Eine Bestätigung dafür war zunächst nicht zu bekommen. Al-Bakr hatte in seiner Wohnung eineinhalb Kilogramm Sprengstoff, mit dem er laut Ermittlern im Auftrag der Terrormiliz IS einen Berliner Flughafen angreifen wollte. Kurz nach seiner Festnahme im Oktober erhängte sich Al-Bakr in Untersuchungshaft. Sein zunächst als Komplize verdächtigter Vermieter ist inzwischen wieder frei.