Plauener OB-Wahl geht in zweite Runde

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Autor: dpa

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Plauen hat CDU-Kulturbürgermeister Steffen Zenner die meisten Stimmen geholt. Mit 33,5 Prozent verfehlte er am Sonntag allerdings die absolute Mehrheit. Deswegen ist ein zweiter Wahlgang erforderlich, der für den 4. Juli geplant ist. Dann reicht eine einfache Mehrheit, um den Chefsessel im Rathaus zu erringen.

Am Sonntag waren mehr als 53.000 Plauener ab 18 Jahren zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters aufgerufen. Nach mehr als 21 Jahren im Amt gibt Ralf Oberdorfer (FDP) den Posten ab. Für seine Nachfolge gab es sieben Kandidaten. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 48,4 Prozent.

Den zweiten Platz errang Einzelbewerberin Silvia Queck-Hänel mit 23,5 Prozent der Stimmen. Sie arbeitet als Fachbereichsleiterin Planen und Bauen im Rathaus von Glauchau (Landkreis Zwickau). Mit Anfang 30 war sie nicht nur die jüngste Bewerberin, sondern auch die einzige Frau auf dem Wahlzettel. Dritter wurde der Einzelbewerber Lars Buchmann mit 16,8 Prozent.

Plauen ist mit rund 65 000 Einwohnern die größte Stadt im Vogtlandkreis. Sie war einst wichtiger Standort der Textilindustrie und überregional bekannt für ihre Spitze. Zudem gilt sie als Vorreiter in der Zeit der Friedlichen Revolution. Am 7. Oktober 1989 gab es hier die erste Massendemonstration, bei der die DDR-Staatsmacht vor den Demonstranten kapitulierte.

Die Amtszeit des neuen Oberbürgermeisters beträgt sieben Jahre und wird regulär bis 2028 dauern.