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Plädoyers im Stadtpark-Mordprozess

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Syrers im Chemnitzer Stadtpark hat die Staatsanwaltschaft lange Haftstrafen für die beiden Angeklagten wegen gemeinschaftlichen Totschlags gefordert. In seinem Plädoyer beantragte der Staatsanwalt am Mittwoch am Landgericht für den älteren Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von acht Jahren. Für den 21 Jahre alten Mitangeklagten forderte er ebenfalls acht Jahre Haft, jedoch unter Anwendung des Jugendstrafrechts. Den beiden Syrern wird zur Last gelegt, ihren Landsmann am 9. September 2017 durch Messerstiche so schwer verletzt zu haben, dass er verblutete. Dieser Sachverhalt habe sich bestätigt, sagte der Staatsanwalt. Für einen Mord habe es jedoch keine Merkmale gegeben. Zuvor hatte ein Gutachter den beiden Angeklagten volle Schuldfähigkeit attestiert. Ein Urteil wird für den Nachmittag erwartet.