Piratenpartei will Stadion-Beschluss rückgängig machen
Die Chemnitzer Piratenpartei will den Stadtratsbeschluss zum Stadion-Neubau anfechten. Er ist ihrer Überzeugung nach ungültig, weil einige Stadträte wie Wolfgang Meyer und Eberhard Langer angeblich befangen waren. Beide sitzen im Aufsichtsrat des CFC. Die Gemeindeordnung des Freistaates Sachsen schließe jedoch im § 20 die Mitwirkung genau dieses Personenkreises aus, so die Piraten. Wer in einem Vorstand oder Aufsichtsrat eines begünstigten Vereins bzw. Unternehmens amtiere, dessen Ratsbeschluss betroffen werde, der dürfe nicht mitwirken, sondern höchstens als Zuschauer in der Ratssitzung anwesend sein. Die Piraten forderten die Landesdirektion deshalb auf, den Stadion-Beschluss für null und nichtig zu erklären. Laut Stadtverwaltung galten die beiden Abgeordneten bei der Abstimmung nicht als befangen. Man hab das vorher eingehend prüfen lassen, sagte Rechtsbürgermeister Miko Runkel. Die Piraten beklagen, der Rechtsbürgermeister habe gegen das Gesetz verstoßen. Der Kreisvorsitzende Toni Rotter wird deutlich: "Wenn sich der Chemnitzer Stadtrat entschließt, trotz der aktuell brisanten Haushaltslage dieses neue Stadion ohne ernsthaften Beitrag von Sponsoren und hiesiger Wirtschaft zu leisten, dann müssen zumindest die rechtsstaatlichen Abläufe eingehalten werden."