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Philip Morris macht Dresdner Tabakfabrik dicht

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Philip Morris macht die Dresdner Zigarettenfabrik endgültig dicht. Nach 125 Jahren soll der traditionsreiche Standort an der Junghansstraße im nächsten Jahr komplett geschlossen werden, teilte das Unternehmen mit.

Begründet wird der Schritt mit einer seit Jahren zurückgehenden Nachfrage nach Zigaretten und Tabak in Europa. Das Unternehmen habe alle verfügbaren Optionen zur Produktionsanpassung sorgfältig geprüft, heißt es in der Mitteilung. Bei der Philip Morris Manufacturing GmbH in Berlin soll die Produktion in der ersten Jahreshälfte 2025 eingestellt werden. Damit zieht sich das Unternehmen komplett aus Deutschland zurück.

In der Dresdner Fabrik wurde bis 2019 die DDR-Kultmarke f6 produziert, zuletzt lief dort nur noch Feinschnitttabak vom Band - f6 wird in Tschechien und Polen hergestellt.

Mit der Schließung endet die Ära der Zigarettenproduktion in Striesen, betroffen sind nach Unternehmensangaben rund 300 Arbeitsplätze. Den Mitarbeitern sollen sozialverträgliche Lösungen angeboten werden.

Philip Morris International überprüfe seine Geschäftsprozesse laufend, um die betriebliche Effizienz sicherzustellen, sagte Jan Otten, der für beide deutschen Werke als Managing Director verantwortlich ist, laut Mitteilung. „Wir sind uns bewusst, dass schwierige, aber notwendige Entscheidungen getroffen werden müssen, um uns an die aktuellen Marktentwicklungen anzupassen.“ Der Fokus werde darauf liegen, die betroffenen Mitarbeiter dieser schwierigen Phase zu unterstützen. (mit dpa)