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Panne bei Vereidigung von Minister­präsident Tillich

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Stanislaw Tillich ist erneut zum sächsi­schen Minis­ter­prä­si­denten gewählt worden. Zwei Tage nach der Unter­zeich­nung des Koali­ti­ons­ver­trages mit der SPD erhielt der 55 Jahre alte CDU-Politiker am Mittwoch im Landtag in Dresden im ersten Wahlgang die erfor­der­liche Mehrheit. Tillich bekam 74 Stimmen - drei weniger als Union und SPD zusammen im Parla­ment haben. Linke, Grüne und die Alter­na­tive für Deutsch­land (AfD) hatten schon im Vorfeld angekün­digt, nicht für Tillich zu stimmen. Panne bei Verei­di­gungGleich nach der Wahl legte Tillich den Amtseid ab. Dabei gab es aller­dings eine Panne. Ein Teil des Eides wurde vergessen. So fehlte die Wendung "...Schaden von ihm wenden...". Der Eid musste deshalb am Nachmittag nochmals abgelegt werden.Nach Artikel 61 der sächsi­schen Verfas­sung muss beim Amtsan­tritt folgender Eid geleistet werden: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohl des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, Verfas­sung und Recht wahren und vertei­digen, meine Pflichten gewis­sen­haft erfüllen und Gerech­tig­keit gegen­über allen üben werde."Am Donnerstag will der alte und neue Minis­ter­prä­si­dent im Plenum eine Regie­rungs­er­klä­rung abgeben. Außerdem werden dann die Minister des Kabinetts verei­digt. Bislang steht ledig­lich der Zuschnitt der einzelnen Ressorts fest. Die SPD erhält in der neuen Regie­rung drei Minis­ter­posten, die CDU sieben. Ein schwarz-rotes Bündnis gab es in Sachsen schon einmal in den Jahren 2004 bis 2009.

Audio:

Den falschen Amtseid von Minis­ter­prä­si­dent Tillich hier nachhören.