Olympia-Gold für Rodlerin Julia Taubitz
Julia Taubitz aus Annaberg-Buchholz hat sich ihren sportlichen Traum erfüllt. Die Erzgebirgerin raste bei den Olympischen Winterspielen in Cortina zu Gold im Rodel-Einsitzer und feierte damit den größten Erfolg ihrer Karriere.
Zwei Tage nach dem Triumph von Max Langenhan sorgte die 29-Jährige für das nächste deutsche Highlight im Eiskanal. Taubitz, aufgewachsen im Erzgebirge und sportlich geprägt am Bundesstützpunkt Oberwiesenthal, setzte sich mit deutlichem Vorsprung gegen die internationale Konkurrenz durch.
Ein erwarteter Sekundenkrimi blieb aus. Teamkollegin Merle Fräbel, die mit minimalem Rückstand in den Entscheidungstag gestartet war, erwischte einen bitteren Moment: Ein Fehler am Start des dritten Laufs beendete ihre Medaillenhoffnungen früh. Für Taubitz hingegen lief alles nach Plan. Mit der nötigen Ruhe und großer Konstanz brachte sie ihren Vorsprung souverän ins Ziel.
Mehr als 50 Fans aus der Heimat waren vor Ort und sorgten für Gänsehaut-Atmosphäre. Die Unterstützung aus dem Erzgebirge trug eine Athletin, die sich nach ihrem Olympia-Rückschlag von Peking 2022 eindrucksvoll zurückgemeldet hat. Damals war Taubitz nach einem Sturz nur Siebte geworden – nun folgte das ersehnte Happy End bei Olympia.
