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  • Labrador-Retriever Olli mit seinem Frauchen Maria Friebe. Der Hund spürte in Penig einen vermissten Rentner auf.

Olli hatte den richtigen Riecher

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Mitten im Grünen sitzt ein schokoladenbrauner Labrador-Retriever. Neben ihm sein Frauchen Maria Friebe in leuchtend gelber Rettungsjacke. Olli schaut aufmerksam in die Kamera. Ein freundlicher Vierbeiner mit einer ganz besonderen Begabung. Denn seine feine Nase hat jetzt einem Rentner in Penig vermutlich das Leben gerettet. Olli erschnüffelte den vermissten Mann nach mehr als 24 Stunden in einem Gebüsch.

Große Suche nach verschwundenem Rentner

Der Senior hatte am Montagabend unbemerkt sein Zuhause verlassen. Als er am nächsten Morgen noch immer fehlte, verständigten Angehörige die Polizei. Wegen seines Gesundheitszustands bestand die Sorge, dass er dringend Hilfe brauchte. Selbst ein Polizeihubschrauber suchte entlang der Zwickauer Mulde zwischen Thierbach und Rochsburg nach ihm. Vergeblich.

Am Nachmittag rückten deshalb 51 ehrenamtliche Einsatzkräfte mit 29 Rettungshunden an.

Und dann kam Ollis große Stunde!

Der Labrador nahm im unwegsamen Gelände menschliche Witterung auf und führte sein Suchteam zu dem Vermissten. Der Rentner war gestürzt und lag hilflos in einem Gebüsch, nur rund 300 Meter von seinem Ausgangspunkt entfernt. Kurz nach 18 Uhr stand fest, dass die Suche erfolgreich war. Der Mann hatte leichte Verletzungen erlitten. Die Helfer versorgten ihn und übergaben ihn dem Rettungsdienst.

Olli trainiert seit dem Welpenalter

Doch wie wird ein Hund zum Lebensretter? Olli ist acht Jahre alt und gehört zur BRH-Rettungshundestaffel Südwestsachsen. Schon als Welpe begann sein Frauchen Maria Friebe mit der Ausbildung. Bis heute trainieren beide zwei- bis dreimal wöchentlich.

Der Labrador ist ein sogenannter Flächensuchhund. Anders als ein Mantrailer, der gezielt einer bestimmten Personenspur folgt, läuft er frei durchs Gelände und spürt menschliche Witterung auf. Dabei sind die Tiere nicht allein unterwegs. Zu jedem Team gehören ein Hundeführer und ein Suchtrupphelfer.

Lebensretter auf vier Pfoten

Die Rettungshunde sind Privathunde. Ihre Besitzer bilden sie in ihrer Freizeit aus. Auch die Einsätze erfolgen ehrenamtlich. Im Verbund sächsischer Rettungshunde arbeiten ASB, Bundesverband Rettungshunde, DRK, Johanniter, DLRG und THW zusammen. Sie bündeln ihre Kräfte und stimmen Ausbildung sowie Suchmaßnahmen ab.

Und Olli? Der sitzt auf dem Foto ganz gelassen neben Maria Friebe. Ein brauner Labrador mit treuen Augen. Und einer Nase, die in Penig genau den richtigen Riecher hatte.