Oberlausitzer Städte empfehlen sich als Forschungsstandort
In der Oberlausitz soll ein Forschungszentrum etabliert werden. Das ist ein Beitrag für den Strukturwandel. Wissenschaftler sollen an Projekten für die Energiewende forschen. Vier Städte haben sich als Standorte empfohlen. Sie kamen heute zu einer Auftaktkonferenz in Hoyerswerda zusammen. . Dabei ging es um die Erarbeitung einer Konzeptskizze.
Der Hoyerswerdaer Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh brachte Wissenschaftler von Helmholtz, Fraunhofer, Max-Planck, TU Dresden und die Bürgermeister von Lauta, Kamenz und Reichenbach an einen Tisch. Schon seit Wochen zieht er die Strippen.
Hoyerswerda könnte Ankerfunktion haben - mit einem IT-Campus, ist Ruban-Zeh überzeugt. Er sieht zum Beispiel die Erforschung neuartiger Baustoffe als einen Schwerpunkt. In Kamenz bietet sich das Thema autonomes Fliegen an. Am Flugplatz gibt es schon konkrete Pläne, zum Beispiel die Entwicklung von Drohnen mit neuartigen Batterie- und Wasserstoffantrieben oder die Erprobung von Flugtaxis.
Auch Reichenbach bei Görlitz empfiehlt sich als Wissenschaftsstandort. Die Gemeinnützige Forschungsgesellschaft für Dezentrale Energiesysteme – kurz Gedes – winkt mit einem Modellvorhaben, der „autonomen Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen“. Wir haben ein System entwickelt, mit dem man ohne Traktor und Mähdrescher die Felder bewirtschaften kann„, so Netzwerk-Koordinator Norbert Döhring.
Die GEDES hat sich die Idee schon schützen lassen. Für Bürgermeisterin Carina Dittrich könnte so ein Forschungsstandort starke Impulse auf die Region aussenden. Sie kann sich einen Campus auf dem Gelände des Reichenbacher Hofs vorstellen.