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Oberlausitzer Bürgermeister-Troika fordert vom Freistaat: „Wir wollen einen Tiger“

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Viele Städte und Gemeinden in Sachsen ächzen unter dem steigenden Kostendruck für die Kita-Betreuung. Sie verlangen deshalb eine Dynamisierung des Landeszuschusses. Die Forderung geht von einer Bürgermeister-Troika aus der Oberlausitz aus. Dazu gehört der Großharthauer Bürgermeister Jens Krauße. Die Kosten für die Kinderbetreuung seien inzwischen der größte Ausgabeposten im Haushalt der Gemeinde. Für seinen kleinen Ort seien die Belastungen nicht mehr zu stemmen ohne eine ausgewogene Gegenfinanzierung. Der Freistaat verteile nur „kleine Geschenke“, sagte der SPD-Politiker mit Blick auf zwei  Anpassungen des Landeszuschusses in diesem Jahr.

„Wir wollen keine Mietzekatze, sondern einen Tiger“, so der Bischofswerdaer Oberbürgermeister Holm Große. Große, der auch Vorstand im Sächsischen Städte- und Gemeindetag ist, pocht auf den Koalitionsvertrag. „Wir wollen ein faires Miteinander. Die Dynamisierung steht im Vertrag. Und sie muss umgesetzt werden, noch in dieser Legislaturperiode!“ Das heißt für ihn: Der Freistaat muss einen größeren Anteil der Kosten schultern.

Ihm pflichtet sein Amtskollege aus Cunewalde, Thomas Martolock, bei. Eine gerechte Verteilung der Kosten sei auch eine Botschaft an die junge Generation, findet der der CDU-Politiker mit Blick auf die steigenden Elternbeiträge. Inzwischen werde jeder achte Euro im Haushalt von Cunewalde für die Kita-Betreuung ausgegeben.  

 

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Knut-Michael Kunoth