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Oberbürger­meisterin räumt Fehler bei Imagekampagne ein

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Nach der erneuten Schelte für die Image­kam­pagne der Stadt hat Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig Fehler einge­räumt. Man hätte die eine oder andere Frage früher stellen sollen, sagte sie unserem Sender. In einer Befra­gung der Uni hatten 65 Prozent der Chemnitzer den Slogan „Stadt der Moderne“ als völlig unpas­send bezeichnet. Haupt­grund für diese Einschät­zung sei, dass der Stadt kein modernes Lebens­ge­fühl zugeschrieben wird. Außerdem verstehen die meisten der Befragten den Zusam­men­hang zwischen Chemnitz und Stadt der Moderne nicht. Im Rathaus will man trotzdem an der umstrit­tenen Kampagne festhalten. Größere Ausgaben für Marke­ting-Aktionen sind aller­dings nicht vorge­sehen. "Mehr Geld löst noch nicht die Identi­täts­frage", sagte Ludwig. Für die im Mai 2009 gestar­tete Image­kam­pagne "Stadt der Moderne" habe Chemnitz etwa 50.000 Euro ausge­geben. Es ist nicht die erste Kampagne, die fehlschlägt: Chemnitz war auch schon "Stadt mit Köpfchen" - in Anspie­lung auf das berühmte Karl-Marx-Monument in der Innen­stadt. Aber auch mit "Sport­werk­stadt" und "Innova­ti­ons­werk­stadt" haben es die Marke­ting­ex­perten in der Vergan­gen­heit schon versucht.