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OAZ ermittelt nach Sprengstoff­anschlag auf „Lokomov“

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Nach dem Spreng­stoff­an­schlag auf das Kultur­zen­trum „Lokomov“ hat das Opera­tive Abwehr­zen­trum zur Extre­mis­mus­be­kämp­fung die Ermitt­lungen übernommen. In der vergan­genen Nacht hatten Unbekannte ein Fenster gesprengt. Eigen­tümer Lars Fassmann nimmt an, dass der Anschlag aus der rechten Szene kommt. Derzeit betei­ligt sich der Klub an einem Theater­pro­jekt zum Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grund. Das „Lokomov“ an der Augus­tus­burger Straße wurde in der Vergan­gen­heit schon öfter zum Ziel rechter Angriffe. Laut Fassmann reiht sich der Anschlag in eine ganze Serie von Vorfällen ein, bei denen die Scheiben einge­schmissen und die Fassade des Clubs mit Farbbeu­teln beworfen wurde. Selbst große Pflas­ter­steine seien schon durchs Fenster geflogen, obwohl sich in dem Gebäude Menschen aufhielten. "Mit dem jetzigen Anschlag ist aber eine neue Qualität erreicht"„, sagte Fassmann. Wenn der hinter dem Fenster befind­liche Vorhang Feuer gefangen hätte, wäre womög­lich das ganze Haus abgebrannt. In Chemnitz hätten sich inzwi­schen feste Struk­turen gebildet, sagte er mit Blick auf die rechts­ex­tre­mis­ti­sche Szene in der Stadt. Neonazis hätten auch schon Besucher der Veran­stal­tungen im Kultur­zen­trum zusam­men­ge­schlagen. Dennoch wolle man sich nicht unter­kriegen lassen und weiter "Kante zeigen."