Notbrücke in Bischofswerda sorgt für Chaos im Zugverkehr
Eine riesige Notbrücke am Bahnhof Bischofswerda sorgt aktuell für chaotische Verhältnisse im Zugverkehr in der Oberlausitz. Die provisorische Fußgängerbrücke aus Gerüstteilen, die im Auftrag der DB InfroGO errichtet wurde, hat die bauliche Abnahme nicht bestanden. Darüber informierte die Länderbahn. Damit sind die Gleise 2 und 3 in Bischofswerda faktisch nicht mehr erreichbar. Denn die bisherige Gleisüberführung mit einer Schrankenanlage wurde bereits zurückgebaut.
Die dramatischen Folgen: Damit können die trilex-Züge die zwei Gleise nicht mehr anfahren. Alle Züge aus Richtung Görlitz und Zittau halten ab sofort nicht mehr in Bischofswerda. Sämtliche Fahrgäste müssen bis Weickersdorf fahren und dann in den Ersatzverkehr mit Bussen umsteigen. Umgekehrt gilt das auch für Fahrgäste nach Dresden. Sie nutzen den Busverkehr bis Weickersdorf und steigen dann in den trilex zu. In Bischofswerda halten jetzt nur noch Züge auf Gleis 1, die aus Dresden in Richtung Oberlausitz unterwegs sind.
Durch den unregelmäßigen Ersatzverkehr, der etwa halbstündig verkehrt, kommt es zu erheblichen Zugverspätungen und Ausfällen. „ Die Situation trifft den trilex vollkommen überraschend und bringt für Fahrgäste und Fahrpersonal massive Einschränkungen mit sich.“, heißt es in der Mitteilung der Länderbahn. Es können keine Umsteigeverbindungen in Bischofswerda abgesichert werden. Reisende werden gebeten, durchgängige Verbindungen zu nutzen.
Wie lange diese Situation andauern wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar. Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtbeginn über die DB-App über den aktuellen Stand der Verbindungen zu informieren.