++ EIL ++

Noch lacht der Landtagspräsident – aber gleich..

Zuletzt aktualisiert:

Er lacht in die Kamera, ist guten Mutes: Sachsens Landtagspräsident Alexander Dierks auf Stippvisite im Feuerwehrtechnischen Zentrum Chemnitz, seiner Heimatstadt. Wenige Minuten nach der Aufnahme wird der Spitzenpolitiker nicht mehr lachen, sondern keuchen und schwitzen.

Kein gewöhnlicher Termin

Ein Besuch mit Signalwirkung: Als Alexander Dierks das Feuerwehrtechnische Zentrum in Chemnitz betrat, war schnell klar – hier wird nicht nur geschaut, hier wird mitgemacht. Gemeinsam mit Ordnungsbürgermeister Knut Kunze erhielt er zunächst einen Einblick in die hochmodernen Räumlichkeiten: Schulungsräume, Technikbereiche, Aufenthaltsräume – alles auf dem neuesten Stand. Doch dann wurde es ernst.

Mit Helm, Handschuhen und einer über 20 Kilogramm schweren Schutzausrüstung ausgestattet, stieg Dierks selbst hinab in einen verrauchten Keller. Dort galt es, gemeinsam mit zwei Feuerwehrkameraden, eine Person zu retten – eine Übung, die realistischer kaum sein könnte. „Man spürt sofort, was für eine Belastung das ist“, sagte er später, noch außer Atem. „Und im Ernstfall kommen noch Stress, Lärm und psychischer Druck dazu – das ist kaum vorstellbar.“

Feuerwehr zum Anfassen

Seit fünf Jahren ist das Feuerwehrtechnische Zentrum in Betrieb – in direkter Nachbarschaft zur Feuerwache III. Neben dem funktionalen Innenbereich wurde auch im Außenbereich kräftig gebaut: Ein dreigeschossiger Übungsturm mit Anlaufstrecke entstand, ebenso wie ein spezieller Übungskeller für Trocken- und Nassübungen. Auch realistische Szenarien wie ein „Waldstück“, ein Straßenbahnunfall oder ein Löschteich können zum Training genutzt werden.

Dazu kommt modernste Infrastruktur: 18 Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, barrierefreie Zugänge und eine direkte Wegeverbindung zur Feuerwache. Die Kosten: 7,8 Millionen Euro – eine Investition in Sicherheit und Zukunft.

Mehr als ein Handschlag

Das Fazit des Landtagspräsidenten: „Ich habe wirklich gespürt, welche körperliche Belastung auf den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr in solchen Einsatzsituationen lastet. Und wenn man sich vor Augen führt, dass es im tatsächlichen Schadens-, Not- oder Katastrophenfall natürlich auch noch einmal eine enorme psychische und mentale Belastung ist, dann hat sich mein Respekt für Feuerwehr, Kameradinnen und Kameraden durch diesen sehr authentischen Einblick noch einmal bestätigt – und natürlich auch verstärkt.“