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Ermittlungen gegen Waffennarr

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Gegen einen Sportschützen aus Zwickau-Niederplanitz ermittelt die Staatsanwaltschaft. Der 75-Jährige soll in Österreich verbotene Waffenteile bestellt haben, teilte die Kriminalpolizei am Freitag mit.

Demnach hatte Europol die Kollegen in Zwickau informiert, die am 1. Dezember die Wohnung des Mannes durchsuchten. Dort sowie in Garage und Keller wurden fünf verbotene Waffen entdeckt, von denen der Rentner vier selbst hergestellt haben soll. Zudem wird er dringend verdächtigt, auch Schalldämpfer und weitere Teile gebaut zu haben. Außerdem beschlagnahmten die Beamten Dutzende Gewehr- und Pistolenläufe sowie mehr als tausend Schuss Munition.

Der Waffennarr war bestens ausgerüstet: Er besaß u.a. Drehbank und Fräsmaschine, 3D-Drucker und Schweißgeräte.

Bisher sei der Beschuldigte nicht polizeibekannt gewesen, hieß es. Zudem habe er auch legal Waffen besessen. Ob die selbstgebauten Waffen funktionsfähig sind und ob der Niederplanitzer damit handelte, wird ermittelt. Über eine politische oder extremistische Motivation gibt es derzeit keine Erkenntnisse.