Neue Hoffnung für Villa Zimmermann
Die leerstehende Villa Zimmermann an der Bahnhofstraße hat erneut den Besitzer gewechselt. Neuer Eigentümer des Hauses ist ein namhafter Investor aus Baden-Württemberg, der auch das Cosel-Palais in Dresden gehört. Das Immobilenunternehmen will den aufwendig sanierten Räumen wieder Leben einhauchen - eine Diskothek wird es aber nicht wieder geben. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, hieß es von der Chemnitzer Firma, die den Deal vermittelt hat. Vorstellbar seien zum Beispiel hochwertige Büroräume für Steuer- oder Anwaltskanzleien. Die Villa Zimmermann gehörte zuletzt der Christian Weise AG. Der Chemnitzer Autohändler hatte das Haus Ende 2011 für eine Million Euro über eine Zwangsversteigerung erworben. Davor war in dem Prunkbau eine Diskothek. Diese war Ende 2008 nach der aufwendigen Sanierung der Villa eröffnet worden. Alle Pläne, das Haus an der Bahnhofstraße als Tanztempel und Restaurant zu etablieren, ließen sich aber nicht verwirklichen: bereits ein halbes Jahr später gingen die Lichter wieder aus. Auch der zweite Anlauf ein Jahr später scheiterte. Das Konzept wurde überarbeitet, jedoch ohne Erfolg - 2009 mussten die Betreiber Insolvenz anmelden. Die Villa Zimmermann wurde 1866 im neugotischen Baustil vom Industriebaron Johann Zimmermann gebaut. Achtzehn Jahre später verkaufte Zimmermann die Villa an Julius Wolf, der das Gebäude in ein Hotel umwandelte. Zu DDR-Zeiten hatte in der Villa die HO-Verwaltung ihren Sitz. Nach der Wende stand das Haus jahrelang leer und war dem Verfall preisgegeben. Gleichzeitig wurde die Villa immer wieder zum Spielball von Spekulanten. Alle Vorhaben, egal ob Spielcasino oder Wellness-Center, platzten jedoch. Anfang 2007 verkaufte die bisherige Eigentümerin, die Volksbank Mittweida, das Haus an die CM Private Grundstücksverwaltung aus Chemnitz. Im August 2007 begann die aufwendige Sanierung der Villa. Im Dezember 2008 wurde sie schließlich als Discothek und Restaurant feierlich eröffnet.