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Neue Flaniermeile in der City wächst

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Die neue Flanier­meile am Johan­nis­platz nimmt langsam Gestalt an. Derzeit werden die Gehweg­platten für die neue Fußgän­ger­zone verlegt - sie führt künftig von der Straße der Nationen bis zur Zentral­hal­te­stelle. Im Frühjahr soll der erste Bauab­schnitt abgeschlossen sein. Bis dahin werden noch Bäume gepflanzt und ein Spiel­platz gebaut. Für Autofahrer bleibt das Areal künftig tabu - nur noch Anlieger dürfen den Bereich befahren. In das Baupro­jekt inves­tiert die Stadt rund 1,6 Millionen Euro. Der Johan­nis­platz spiegelt wie kein anderer Platz die wechsel­volle Geschichte von Chemnitz wieder. Der Name kommt vom früheren Johan­nistor in der alten Stadt­mauer bzw. der nahelie­genden Johan­nis­kirche. Zuerst war der Platz eines der Schmuck­stücke der Stadt, dann wichtiger Verkehrs­kno­ten­punkt mit dichtem Autover­kehr und Straßen­bahn­hal­te­stellen - fast alle Linien führen darüber. In den 20er Jahren des letzten Jahrhun­derts galt der Johan­nis­platz als einer der verkehrs­reichsten Plätze Europas. Bei den Bomben­an­griffen im 2. Weltkrieg wurde er nahezu komplett zerstört. Zu DDR-Zeiten entstanden rings­herum Neubauten, der Platz hieß Stalin- und Postplatz. Erst nach der Wende erhielt er seinen ursprüng­li­chen Namen zurück. Doch das Areal verwil­derte zusehends - jahre­lang tat sich nichts. Erst mit der Sanie­rung des benach­barten RAWEMA-Gebäudes begann endlich auch die Neuge­stal­tung des Geländes.