Neue Ausstellung zeigt Original-Urkunde der Stadt-Gründung
Zur 875-Jahr-Feier von Chemnitz beleuchtet eine neue Ausstellung die Ursprünge der Stadtgründung. Unter dem Titel „Des Kaisers Kloster“ zeigt das Schloßbergmuseum von heute an rund 100 Exponate zur Geschichte des Benediktiner-Klosters. Highlight ist die Original-Urkunde von 1134 mit der ersten Erwähnung von Chemnitz. Daneben gibt es auch viele archäologische Funde aus der damaligen Zeit. Auf Initiative von Kaiser Lothar III. sollte das Pleißenland, das Voigtland und das Egerland stärker besiedelt werden. Das Kloster wurde ab 1136 gebaut. Sieben Jahre später erhielten die Benediktiner das Recht, unweit des Klosters einen Fernhandelsmarkt zu errichten. In der Urkunde von 1143 sollte dies am „lokus kameniz dictus“ (Chemnitz genannten Orte) geschehen. Dies ist laut Historikern die erste urkundliche Erwähnung von Chemnitz und wird daher als Gründungsjahr gefeiert. Wie die Kunstsammlungen Chemnitz mitteilten, lassen die Ausstellungsstücke erstmals die Bedeutung der Chemnitzer Abtei lebendig werden. So seien neben der Original-Urkunde von 1143 auch Bildwerke aus der Werkstatt der Cranachs zu sehen.