• Die Demonstrationen in Chemnitz haben bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Foto: Redaktion/ Archiv

Negativpreis für AfD - Kritik an Chemnitzer Polizei

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Der Vorstand der AfD in Sachsen ist von Journalisten mit dem Negativpreis „Tonstörung“ gerügt worden. Die Landespressekonferenz kritisiert damit die wiederholten Versuche der Partei, Berichterstattung über Mitglieder, Funktionäre oder innerparteiliche Vorgänge zu erschweren oder zu verhindern.

Dazu bediene sich die AfD immer wieder "des Mittels des Ausschlusses einzelner Pressevertreter oder Medienhäuser, etwa von grundsätzlich öffentlichen Parteiveranstaltungen." Den Preisträger hatte eine Jury aus mehreren Vorschlägen ausgewählt - und sich einstimmig für die AfD entschieden.

Kritik gibt es auch an der Pressestelle der Chemnitzer Polizei. Denn deren Auskunftsfähigkeit ließ in den Wochen nach dem Tötungsverbrechen im August 2018 zu wünschen übrig, so die Landespressekonferenz. Das habe die Einordung und Verifizierung von Geschehnissen etwa am Rande von Demonstrationen in der Chemnitzer Innenstadt erschwert.

Dazu heißt es: "Der Landespressekonferenz ist in dem Zusammenhang die außerordentliche Lage, in der sich die Polizei in dieser Situation befand, durchaus bewusst. Für eine objektive (Live)-Berichterstattung sind Journalisten aber auf auskunftsfähige Pressesprecher der Polizei als neutrale Institution im Gesamtgeschehen angewiesen. Dort sehen wir noch Potential." Anzuerkennen sei, dass die Polizeiführung in Sachsen inzwischen auf die Landespressekonferenz zugegangen ist, um die notwendige Zusammenarbeit zu verbessern."